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Hannover JVA sorgt sich wegen Drohnen über dem Gefängnis
Nachrichten Hannover JVA sorgt sich wegen Drohnen über dem Gefängnis
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15:28 24.02.2018
Per Drohne könnten Drogen und Handys ins Gefängnis geschmuggelt werden. Quelle: JVA Hannover
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Hannover

Dreimal haben ferngesteuerte Drohnen im vergangenen Jahr die Justizvollzugsanstalt Hannover überflogen. Die Gefängnisleitung ist deswegen besorgt: „Die Geräte könnten Drogen oder Handys auf dem Gelände absetzen“, sagt JVA-Leiter Matthias Bormann. Die Fluggeräte seien über die Sportanlage der Anlage, aber auch über die Hafthäuser nahe der Schulenburger Landstraße geflogen.

Ähnliche Anstrengungen haben mutmaßliche Schmuggler in der Vergangenheit schon mehrfach unternommen: Mit einem Quadrocopter versuchten sie Ende 2014 in einer Bremer Haftanstalt Marihuana abzusetzen. Der Versuch misslang. In Lüneburg scheiterte im Oktober vergangenen Jahres ein ähnlicher Versuch –die Drohne stürzte auf dem Gelände ab.

Laut Bormann hat es auf dem JVA-Gelände in Hannover noch keine erfolgreiche Landung gegeben. Bisher beobachten die Justizbeamten der Anlage den Luftraum. Sollte eine Drohne gesichtet werden, wird die Polizei alarmiert. „Der Pilot muss sich wegen der Reichweite schließlich in der Nähe aufhalten“, sagt Bormann. 

Allerdings würden niedersächsische Gefängnisse gerne aufrüsten, um das Landen der ferngesteuerten Fluggeräte komplett zu verhindern. Möglich ist beispielsweise die Anschaffung von Software, die Drohnen über dem Gefängnisgelände durch Funkstörung zur Landung zwingen. Beschlossen ist das allerdings noch nicht. Solange müssen die 315 Justizbeamten der JVA Hannover noch selbst den Himmel beobachten.

Von Manuel Behrens

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