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Hannover Umzug: So feiert Hannover Karneval
Nachrichten Hannover Umzug: So feiert Hannover Karneval
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18:43 10.02.2018
Quelle: Wallmüller
Hannover

  Am Sonnabend setzt sich der große Karnevalsumzug in Hannover zum 27. Mal in Bewegung. 1500 Narren ziehen mit viel Musik und bunten Festwagen durch die Innenstadt. Zehntausende Zuschauer säumen die Straße. Die Polizei hat an Knotenpunkten Beamte postiert, die mit Maschinenpistolen ausgerüstet sind. Fünf Tonnen Süßigkeiten prasseln auf die Feiernden am Straßenrand nieder, darunter auch Kuscheltiere und Popcorntüten. Eine Jury wählt den schönsten Festzug aus.

Beste Fusstruppe wurde die Hannoversche Funkengarde (Döhren HFG). Die Ehrung für den besten Musikzug ging an den Fanfarenzug Alt-Linden. Als bester Wagen wurde der Wagen von der Johanniter-Unfallhilfe ausgezeichnet.

In der Innenstadt ist mit Behinderungen zu rechnen

Trommeln wirbeln, eine Tanzgruppe schwenkt bunte Glitzerpuschel und ältere Herren mit Narrenkappe grüßen die Zuschauer am Straßenrand mit einem kräftigen „Hannover helau“. Vereinzelt schallt der Ruf zurück, ein paar Fußballfans auf dem Weg zum Stadion erheben ihre Bierdosen und stimmen ein Hochlied auf ihren Verein an. Dann folgt der nächste Wagen mit dröhender Schlagermusik. Die Zuschauer wippen mit und lächeln.

„Das ist eben norddeutsche Zurückhaltung“, sagt Marco Sulmann, der mit seiner Familie dem Narrenzug zuwinkt. Sulmann stammt aus dem Emsland und trägt einen weißen Overall mit einer Stoffmöhre auf der Brust. „Ich bin der Schneemann Olaf aus dem Film ,Die Eiskönigin’“, sagt er. Im Vergleich zu seiner Heimat sei der Karneval in Hannover schon ein richtiger Knaller, aber er habe auch schon den Umzug in Aachen erlebt. „Dort ist natürlich richtig Stimmung“, sagt Sulmann. Seine Frau Lisa Küpper, die seit vielen Jahren in Hannover lebt, zuckt die Achseln. „Ich bin froh, dass es nicht so viel Drängelei gibt“, sagt sie und stellt einen Stoffbeutel ab, der bis zum Rand mit Bonbons gefüllt ist. „Die Kinder haben ihren Spaß“, sagt sie.

Vor der Markthalle säumen etliche Zuschauer die Straße. Von den Festwagen regnen Bonbons und Gummibärchentüten auf die Feiernden herab. Kinder strecken ihre Hände entgegen, ein Vater hat einen Regenschirm aufgespannt und hält ihn umgedreht als eine Art Fangschale in die Höhe. „Autsch“, ruft Andrea Fraustein und hält sich die Wange. „Die Kamellen werden jedes Jahr größer“, sagt sie lachend. Zusammen mit ihren Freunden steht sie jedes Jahr vor der Markthalle und jubelt dem Karnevalsumzug zu. „Das hat bei uns Tradition. Und anschließend feiern wir weiter im Brauhaus Ernst August“, sagt Fraustein. In Hochburgen wie Köln sei zwar mehr los. „Unser Karneval in Hannover ist klein aber fein“, sagt sie.

Von Andreas Schinkel

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