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Hannover Schüler müssen trotz freier Räume in Containern lernen
Nachrichten Hannover Schüler müssen trotz freier Räume in Containern lernen
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00:17 03.11.2017
Von Mathias Klein
Containerbauten stehen auf dem Schulhof: Die Grundschule Mühlenweg in Misburg. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Schulleiter Lothar Beer bestätigt, es sei eine „unglaubliche Situation“ an der Grundschule Mühlenweg in Misburg. Die Region habe die Räume seit Jahren von der Stadt gemietet, seit Beginn der Sommerferien stünden sie jedoch leer. „Unsere Schule ist richtig voll, aber die Region will die Räume nicht hergeben“, berichtet Beer. Stattdessen müssten die Erstklässler nun in den Containern unterrichtet werden.

Zwischen Stadt und Region gibt es einen Nutzungsvertrag für die Räume, der schon seit November 2001 läuft. Bisher fand in den vier Klassenräumen Unterricht der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule statt. In diesem Schuljahr benötigt die Förderschule die Klassenräume allerdings nicht.

Schulleiter Beer sagt, in der Schule sei es sehr beengt. Für die 400 Schüler in 18 Klassen gebe es 16 Klassenräume und zwei kleinere Gruppenräume. Die Situation an sich sei schon absurd - darüber hinaus könne er es gar nicht fassen, „wie das Geld zum Fenster hinausgeworfen wird“, sagt Beer - die Container seien sicher nicht billig gewesen. Das Schulamt der Stadt habe sich in Gesprächen mit der Region sehr bemüht, die Angelegenheit zu regeln - bisher allerdings ohne Erfolg.

Die Mutter eines Erstklässlers sagt, die Situation sei „katastrophal“: „Die kleinen Kinder müssen bei Wind und Wetter über den Schulhof zur Toilette.“ Damit sie dabei nicht nass werden, habe jetzt ein Vater Regenschirme für die Klasse gespendet. „Wenn im Winter Schnee liegt, muss immer ein geräumter Weg zur Verfügung stehen“, sagt die Mutter.

Keine Planungssicherheit

Die Region sehe derzeit keine Möglichkeit, der Grundschule die ungenutzten Räume offiziell zu überlassen, sagt Sprecherin Carmen Pförtner. Denn es sei noch nicht klar, ob die Förderschule im Bestand saniert oder neu gebaut werde. Bis diese Entscheidung nicht getroffen sei, könnten die Räume von der Region nicht freigegeben werden. Eine Entscheidung könne noch Monate dauern.

Prinzipiell könne die Schule die Räume nutzen, sagt Pförtner. Und sie tue das auch und erteile in zwei der Räume Sprachunterricht für Flüchtlinge. „Aber es gibt für die Schule keine Planungssicherheit“, bedauert sie.

Rathaussprecherin Michaela Steigerwald sagt, der Nutzungsvertrag könne nur einvernehmlich zwischen Stadt und Region aufgehoben werden. Derzeit liefen Gespräche mit der Region, inwieweit die Räume von der Grundschule genutzt werden können.

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