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Hannover 23-Jähriger betrog im Netz Käufer und Verkäufer
Nachrichten Hannover 23-Jähriger betrog im Netz Käufer und Verkäufer
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00:55 08.04.2018
Pascal H. muss sich vor dem Amtsgericht am Volgersweg verantworten. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

 Wegen 160 Straftaten muss sich seit Donnerstag der 23-jährige Pascal H. vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Anklage wirft dem jungen Mann aus Bemerode gewerbsmäßigen Betrug vor. Dabei soll H. im Internet als Käufer wie als Verkäufer aktiv gewesen sein. Zum einen bestellte er unter mehr als 30 Aliasnamen Waren, die er nicht bezahlte. Auf der anderen Seite bot er bei Ebay oder Fantasie-Onlineshops ein breitgefächertes Produktsortiment an, für das er zwar kassierte, aber nichts lieferte. Der Gesamtschaden soll sich auf 66.500 Euro belaufen.

Bei der Auswahl der – nicht in seinem Besitz befindlichen – Dinge, die H. zwischen April 2015 und Februar 2016 im Internet offerierte, soll er sich durchaus kreativ gezeigt haben. Nicht nur Handys und Laptop wurden bei Ebay Kleinanzeigen annonciert, sondern auch Nähmaschinen und Navigationsgeräte, Kettensägen und Kameras, Plattenspieler, Thermomix und Porsche-Vergaser. Als Käufer wiederum orderte H. Mobiltelefone und Kleidungsstücke, trat beim Erwerb von Aquarien-Scheibenreiniger und schwimmenden Algenmagneten sogar als Zierfisch-Liebhaber in Erscheinung. Die ergaunerten Waren ließ er sich an Packstationen in Hannover schicken, die er unter falschen Namen gekapert hatte. 

Beachtliche kriminelle Energie schreiben die Ermittler H. auch beim Einrichten von Fake-Konten zu, auf die die arglosen Interessenten das Geld für die bestellten Waren einzahlten. So montierte H. in der Nähe der Wohnung, in der er mit seiner Mutter lebt, Briefkästen mit falschen Namen. Diese Adressen gab er beispielsweise beim Einrichten neuer Konten mittels des Post-ID-Verfahrens an; die Briefkästen wurden von ihm regelmäßig geleert, um den Geschäftsverkehr am Laufen zu halten.

Derzeit führen die Verfahrensbeteiligten Rechtsgespräche, um den Prozess abzukürzen. Sollte dies scheitern, ist eine umfangreiche Beweisaufnahme unumgänglich.

Von Michael Zgoll

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