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Hannover Nach Hitler-Gruß: Anklage gegen 96-Chaoten
Nachrichten Hannover Nach Hitler-Gruß: Anklage gegen 96-Chaoten
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00:31 06.04.2018
Trainer Andre Breitenreiter und Matthias Ostrzolek beim Vormittagstraining im Trainingslager von Hannover 96 in Velden am Wörthersee.  Quelle: Florian Petrow
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Hannover

 Während eines Trainingsspiels im vergangenen Juli hatte ein Anhänger von Hannover 96 für einen Eklat gesorgt: Der 29-Jährige zeigte während der Vorbereitung im österreichischen Velden am Wörthersee den Hitler-Gruß und gröhlte „Fuck Islam“. Gegner des Testspiels war der türkische Erstligist Kayserispor. Nun hat die Staatsanwaltschaft in Klagenfurt Anklage gegen den Fußball-Chaoten vor dem Landesgericht gestellt. 

Hat die Staatsanwaltschaft damit Erfolg, droht dem Chaoten eine längere Gefängnisstrafe: Der Hitler-Gruß stellt laut einer Sprecherin einen Verstoß gegen das  österreichische „Verbotsgesetz“ dar – zwischen einem und zehn Jahren Strafe drohen dem Mann. Weitere sechs Monate oder eine Geldstrafe könnten ihn wegen des Ausrufs „Fuck Islam“ erwarten. Das österreichische Strafrecht sieht darin eine „Herabwürdigung religiöser Lehren“.

Mehrfach im Zusammenhang mit rechtsradikaler Gesinnung vorbestraft

Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft mitteilte, gäbe es noch keinen Verhandlungstermin für einen Prozess. Derzeit prüft das Landesgericht Klagenfurt um Richter Christian Liebhauser-Karl die Zulässigkeit des Verfahrens. Der Angeklagte soll außerdem mehrfach im Zusammenhang mit seiner rechtsradikalen Gesinnung vorbestraft sein und bereits eine Haftstrafe abgesessen haben.

Die örtliche Polizei hatte den Mann nach den Pöbeleien am 27. Juli vorübergehend festgenommen. Nach dem Verhör wurde aber am selben Abend vom Staatsanwalt freigelassen, nachdem er die Tat zugegeben hatte. „Wir lehnen ein solches Verhalten vollumfänglich ab. Das ist in keinster Weise akzeptabel“, hatte Hannover-96-Chef, Martin Kind nach dem Vorfall gesagt. „Rechtsradikale Äußerungen oder Gesten haben bei Hannover 96 nichts zu suchen. Wir distanzieren uns entschieden davon.“

Sollte es zum Prozess kommen und der Angeklagte würde nicht vor dem Klagenfurter Gericht erscheinen, würde es laut Staatsanwaltschaft einen euopäischen Haftbefehl geben.

Von Manuel Behrens

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