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Hannover Bahnchef fordert zwei zusätzliche Gleise
Nachrichten Hannover Bahnchef fordert zwei zusätzliche Gleise
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00:51 03.03.2018
Ohne zusätzliche Gleise geht im Hauptbahnhof nichts mehr. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

 Wenn zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember der Halb-Stunden-Takt auf der Strecke Hannover-Braunschweig eingeführt wird, ist der Hauptbahnhof mit rund 750 täglich verkehrenden Zügen komplett ausgelastet. Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Niedersachsen und Bremen, fordert deshalb, in Sachen zusätzlicher Gleise Nägel mit Köpfen zu machen.

„Wenn man die Städte wegen der Luftverschmutzung vom Autoverkehr entlasten und Leute zum Umstieg auf die Bahn bewegen will, dann geht das nur mit mehr Zügen“, sagt Bischoping vor dem Hintergrund der aktuellen Dieseldebatte. Ziel müsse es sein, vor allem Pendler für die S-Bahnen und Regionalzüge zu gewinnen

Im Raum Hannover könnten aber ohne zwei weitere Gleise keine S-Bahnen oder Regionalzüge mehr eingesetzt werden. Dazu kommt, dass der Hauptbahnhof von 2020 oder 2021 in zehn Jahren Bauzeit saniert werden muss. „Dann fehlen während der gesamten Dekade jeweils zwei Gleise“, verdeutlicht Bischoping. Ohne Ersatz drohten in diesem Zeitraum eher Einbußen im Zugverkehr als Erweiterungen.

Der Konzernbevollmächtigte fordert daher, die aus statischen Gründen anstehende Sanierung des Hauptbahnhofs auch für die Erweiterung zu nutzen. Die Variante wird seit geraumer Zeit diskutiert. Auf der Raschplatzseite ist extra Platz für zwei Gleise nebst zugehörigem Bahnsteig freigehalten worden, weil es die Idee schon im Vorfeld der Expo gab. Damals wurde sie aus städtebaulichen Gründen verworfen. Seitdem ist aber nicht nur der Zugverkehr im Bahnhof stark angewachsen, sondern auch die Fahrgastzahlen sind gestiegen. Bei der S-Bahn etwa haben sie sich auf derzeit rund 100.000 verdoppelt.

Bei der für den öffentlichen Nahverkehr zuständigen Region Hannover rennt Bischoping offene Türen ein. „Wir halten das für sinnvoll und müssen es anpacken“, sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz und benutzt dieselben Argumente wie Bischoping. Auch das Land hatte sich wohlwollend geäußert

Warum es trotzdem noch an konkreten Planungen hapert, sagen die Beteiligten nicht so laut: Es geht um die Finanzierung. Grobe Kostenschätzungen belaufen sich nach Informationen der HAZ auf 25 Millionen Euro zusätzlich zu den auf 160 Millionen Euro kalkulierten eigentlichen Sanierungskosten im Hauptbahnhof. Weil sich zwischenzeitliche Versuche, die Europäische Union zu motivieren, wohl zerschlagen, bleiben Bund, Land, Region und Bahn als Geldgeber. Bisher drängelt sich bei der Kostenaufteilung keiner nach vorn.

Von Bernd Haase

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