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Hannover Zoll ermittelt in 69 Fällen gegen Gastrogewerbe
Nachrichten Hannover Zoll ermittelt in 69 Fällen gegen Gastrogewerbe
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00:22 25.05.2018
MItarbeiter des Zollamts ermittelten im vergangenen Jahr gegen gastronomische Betriebe – wegen Verstoßes gegen das Mindestlohngesetz. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

Noch immer verstoßen gastronomische Betriebe gegen den gesetzlichen Mindestlohn. In der Region Hannover hat das Hauptzollamt im vergangenen Jahr 69 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das sei nur die Spitze des Eisbergs, meint die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die Kontrollen müssten deutlich ausgeweitet werden. „2017 wurden im gesamten Bereich des hannoverschen Zolls 238 Betriebe der Branche geprüft. Allein in der Region Hannover gibt es nach Angaben der Arbeitsagentur jedoch 2.069 Hotels, Gaststätten und Restaurants“, sagt NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge.

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 8,84 Euro pro Stunde. Insbesondere im Hotel- und Gaststättenbereich werde die Vorgabe häufig nicht eingehalten, meint die Gewerkschaft. Das zeige eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die für 2016 feststellte, dass 38 Prozent der Mitarbeiter im Gastrobereich einen Lohn unterhalb des gesetzlichen Minimums bekämen. „Wir brauchen deutlich mehr Kontrollen, um betrügerischen Chefs das Handwerk zu legen“, fordert Tiedge.

Gastronomen beklagen, dass ihnen das Mindestlohngesetz viel bürokratische Arbeit aufbürdet. Tatsächlich sind sie verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten genau zu dokumentieren. Aus Sicht der Gewerkschaft ist das auch nötig. „Nur wenn die Arbeitszeiten erfasst werden, lässt sich Lohnbetrug verhindern“, sagt die NGG-Geschäftsführerin. Auf eine sorgfältige Dokumentation achte der Zoll zuallererst.

Von Andreas Schinkel

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