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Nachrichten Hannover Hannover bekommt zehn neue Kunstrasenplätze
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00:44 17.05.2018
Das Zentrum für Hochschulsport Hannover hat bereits einen Kunstrasenplatz, der sich großer Beliebtheit erfreut – auch bei Oberbürgermeister Stefan Schostok. Quelle: Lukas J. Herbers / Zentrum für Hochschulsport Hannover
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Hannover

 In den kommenden Jahren werden in Hannover bis zu zehn Kunstrasenplätze gebaut, um mehr Trainingsmöglichkeiten für Fußball-, Rugby- und Hockeyspieler zu schaffen. Der Sportausschuss hat am Montag grünes Licht für das millionenschwere Ausbauprogramm gegeben. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen die ersten Plätze entstehen. „Das ist eine technologische Weiterentwicklung der Sportanlagen in Hannover“, sagt FDP-Sportpolitiker Andreas Bingemer.

Mehr als 30 Vereine haben Interesse an einem Kunstrasenplatz bekundet. Kriterien wie Auslastung der vereinseigenen Sportanlagen, Mitgliederzahlen und das prognostizierte Bevölkerungswachstum im Einzugsgebiet sowie die Jugendförderung sollen den Ausschlag geben. Auf Wunsch der Ratspolitik müssen Sportvereine  deutlich weniger für den Erhalt der Kunsthalme zahlen als ursprünglich geplant.

Vereine zahlen nun weniger

Zunächst schlug die Stadtverwaltung vor, dass Vereine Rücklagen von 10.000 Euro im Jahr bilden. Damit sollte die nach 12 bis 15 Jahren anstehende Erneuerung eines Kunstrasenplatzes mitfinanziert werden. Die Kosten für eine Komplettsanierung schwanken zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Die hohe jährliche Belastung stieß auf Kritik beim Stadtsportbund und bei Vereinen. 

Auf Wunsch des Mehrheitsbündnisses (SPD, Grüne, FDP) sowie der CDU halbieren sich die jährlichen Rücklagen für die Vereine jetzt auf 5000 Euro. Auch bei den Pflegekosten für Kunstrasen, die sich je nach Rasenart zwischen 7500 und 12 000 Euro jährlich bewegen, soll die Stadt den Vereinen entgegenkommen. „Es ist denkbar, dass mit einem Unternehmen ein Pflegevertrag geschlossen wird, der sich auf mehrere Plätze erstreckt“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Dadurch ergäben sich Einsparungen. 

Kunstrasenplätze haben den Vorteil, dass sie nicht so witterungsempfindlich sind wie Naturrasenplätze. Im vergangenen Herbst mussten in Hannover etliche Punktspiele im Fußball abgesagt werden, weil die Plätze nach Regentagen durchweicht waren. Jedoch ist der Bau von Kunstrasenanlagen teuer.  Ein unverfüllter Platz ohne Material zwischen den Halmen kostet etwa eine Million Euro in der Anschaffung. Ein Platz, der mit Gummigranulat verfüllt ist, schlägt mit 772. 000 Euro zu Buche. Vor allem auf Wunsch der Grünen soll die Stadt solche Plätze aber nicht anlegen – aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Mikropartikel aus dem Gummigranulat belasten nachweislich das Grundwasser. „Das Granulat ist zudem krebserregend“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert.

Von Andreas Schinkel

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