Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Roboterfabrik will expandieren
Nachrichten Hannover Roboterfabrik will expandieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:46 08.02.2018
Schüler beschäftigen sich in der Roboterfabrik mit der Zukunftstechnologie. Quelle: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

 Der Name „Digital Natives“ hat sich als Bezeichnung für Menschen eingebürgert, die mit dem Internet aufgewachsen sind und für die es zu einem der zentralen Lebensinhalte gehört. Geht es nach Spitzenforscher Prof. Sami Haddadin von der Leibniz-Universität, wird man demnächst von „Robonatives“ sprechen. So heißt sein Projekt, mit dem er Schüler, Auszubildende und Studenten für die Zukunftstechnologie begeistern will. „Es geht um Robotik für Jedermann“, sagte er am Mittwoch bei einem Vortrag vor dem Wirtschaftsausschuss der Regionsversammlung.

Haddadin ist Spiritus Rector der Roboterfabrik, die Region und Leibniz-Universität im vergangenen Oktober an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Hochschule eröffnet haben. „Die Automatisierungstechnik kommt in ein neues Zeitalter“, erklärte der Wissenschaftler. Roboter der neuen Generation verfügten über menschliche Beweglichkeit, sichere Reflexe und Feinfühligkeit. Dadurch könnten künftig Menschen und Maschinen im Team zusammenarbeiten und auch bisher nicht oder nur gering erschlossenen Tätigkeitsfelder erschließen. Als Beispiele nannte er Gesundheitswesen oder Serviceroboter. „Das Bildungssystem muss sich dieser Entwicklung anpassen“, forderte Haddadin.

Das treibt der Träger des Deutschen Zukunftspreises selbst voran. Die Roboterfabrik ist keine reine Produktionsstätte, sondern in erster Linie ein Lernort für das Programmieren, Bedienen und Anleiten zum Handeln für Roboter. Mit seiner Stiftung „Robonatives“ will Haddadin neuartige und effiziente Ausbildungs-, Lehr- und Weiterbildungskonzepte entwickeln. Der hannoverschen Roboterfabrik sollen weitere folgen, zunächst in Niedersachsen und später im gesamten Bundesgebiet. „Alle technischen Universitäten und auch Schulen haben schon Interesse signalisiert“, berichtet er.

Der Schwerpunkt bleibt in der Region Hannover. Als Standort der Stiftung ist der Maschinenbaucampus in Garbsen vorgesehen. Dort will sie im Mai Räume für Büro-, Versuchs- und Demonstrationsflächen beziehen und einen Monat später mit der operativen Arbeit beginnen. Die Region verspricht sich viel davon. Sie fördert das Projekt in diesem Jahr mit 500.000 Euro. Der Wirtschaftsausschuss hat das ohne Gegenstimme befürwortet.

Von Bernd Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seltener Anblick in Hannover: Ein Jumbo-Jet der Lufthansa war am Donnerstag am Flughafen zu sehen. Das Besondere: Die Boeing 747-830 ist der erste Flieger mit dem neuen Logo der Airline. 

08.02.2018

Das Postbankgebäude an der Celler Straße soll verkauft werden. Die Stadt will einen Bebauungsplan aufstellen, der Gewerbe und Wohnungen zulässt. Dem Vorschlag hat die Ratspolitik zugestimmt. 

08.02.2018

Nach den an der Wunstorfer Psychiatrie bekannt gewordenen Medizintests sollen Betroffene zu ihrem Recht kommen – das hat die zuständige Abteilungsleiterin im Sozialministerium angekündigt. 

08.02.2018
Anzeige