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Hannover SPD lädt zum Dialog über die Zukunft des Verkehrs
Nachrichten Hannover SPD lädt zum Dialog über die Zukunft des Verkehrs
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00:43 07.05.2018
Die Regions-SPD stellt ihre Pläne für einen Dialog über die Zukunft der Mobilität vor: Juso-Vorsitzender Brian Baatzsch (v.li.),  Silke Gardlo, Vorsitzende der Regionsfraktion, Unterbezirks-Chef Matthias Miersch und Unterbezirks-Vorstandsmitglied Adis Ahmetovic. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 Wie soll der Verkehr in der Region Hannover künftig organisiert werden? Soll Hannovers Innenstadt zur autofreien Zone werden, die Bahnlinien nicht nur sternförmig geführt, sondern auch mit Querverbindungen ausgestattet werden? Solche Fragen will die Regions-SPD in den kommenden Monaten diskutieren, nicht nur parteiintern, sondern auch mit Bürgern und Verkehrsexperten. Dabei könnte auch das vom Rat beschlossene, in der Regionspolitik aber kritisierte Ein-Euro-Ticket für Busse und Bahnen eine neue Chance bekommen. „Eine perspektivische Debatte über das Thema ist erwünscht“, sagt SPD-Unterbezirks-Chef Matthias Miersch am Freitag bei der Vorstellung der Pläne. Beim Parteitag im April kommenden Jahres sollen beschlussreife Vorschläge auf dem Tisch liegen.

Ausgangspunkt ist die Jugendnetzkarte. Das 15-Euro-Monatsticket für Schüler, das seit Anfang des Jahres verkauft wird, fußt auf einer Idee der Jusos. Die Jugendorganisation der SPD wollte ursprünglich einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr durchsetzen, am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss. Die Jugendnetzkarte, die im Tarifsystem  „GVH-Sparcard“ heißt, sieht die SPD als Erfolgsmodell. Mehr als 22.000 Tickets werden bisher monatlich verkauft. „Aber wir haben noch Luft nach oben“, sagt Adis Ahmetovic, Vorstandsmitglied im Unterbezirk und Ideengeber für das Jugendticket. Daher startet die SPD eine Werbekampagne für die Schüler-Monatskarte. 

Ziel soll sein, dass bis Ende kommenden Jahres die Hälfte aller möglichen Abnehmer eine Jugendnetzkarte besitzt, das sind zusammengerechnet 65.000 Ticketverkäufe pro Monat. In den Genuss der vergünstigten Fahrt quer durch die Region kommen nicht nur Schüler, sondern auch schulische Azubis, Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs und eines Freiwilligen Ökologischen Jahrs sowie die Mitglieder des Bundesfreiwilligendienstes – insgesamt 130.000 Berechtigte. Die SPD ist sicher, die angepeilten Verkaufszahlen in eineinhalb Jahren  zu erreichen.

Darauf wollen sich die Genossen nicht ausruhen. „Wir müssen den nächsten Schritt gehen“, sagt Ahmetovic. Und der bestehe darin, eine Projektgruppe zu bilden, die eine Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Mobilität organisiert. Auf der Agenda stehen Themen wie Elektromobilität, neues Tarif- und Zonensystem für Busse und Bahnen sowie Ausbau des Verkehrsnetzes. Im Juni sollen die Debatten beginnen, im Internet aber auch im wirklichen Leben. Die Jusos machen ihrerseits Druck. „Wir wünschen uns weiterhin einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr“, sagt Brian Baatzsch, Juso-Vorsitzender in der Region Hannover.

Von Andreas Schinkel

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