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Hannover Bauamt soll vorerst ins alte Ordnungsamt ziehen
Nachrichten Hannover Bauamt soll vorerst ins alte Ordnungsamt ziehen
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12:13 26.02.2018
Seit vier Jahren ist die Bauverwaltung neben dem Rathaus eingerüstet. Quelle: Rainer-Droese
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Hannover

 Das Bauamt neben dem Rathaus ist seit vier Jahren ein Sanierungsfall, jetzt arbeitet die Stadtverwaltung an Plänen für die millionenschwere Reparatur des denkmalgeschützten Hauses. Dabei muss geklärt werden, wo die Mitarbeiter des Bauamts während der Sanierungsarbeiten untergebracht werden. Nach Informationen der HAZ überlegt man im städtischen Gebäudemanagement, zuständig für die Reparatur des Bauamts, die Beschäftigten in das ehemalige Ordnungsamt in der Leinstraße einzuquartieren. Die Mitarbeiter würden dann von einem maroden Gebäude ins andere wechseln, denn auch das Amt in der Leinstraße ist ein Sanierungsfall und soll eigentlich abgerissen werden. 

Offiziell teilt die Stadt mit, dass die Planungen für die Bauarbeiten sowie für Unterbringung der Mitarbeiter noch nicht abgeschlossen seien und demnächst vorgelegt werden. Nach Informationen der HAZ schwelt im Hintergrund ein Konflikt zwischen dem Baudezernat und dem Wirtschafts- und Umweltdezernat. Baudezernent Uwe Bodemann soll dem Vernehmen nach nicht begeistert gewesen sein von den Überlegungen des Gebäudemanagements, das dem Wirtschafts- und Umweltdezernat angehört. Für alle Mitarbeiter des Bauamts sei nicht genügend Platz im ehemaligen Ordnungsamt, heißt es im Baudezernat. 

Die Ordnungsamt-Mitarbeiter haben zwar das Haus in der Leinstraße verlassen und sind in neue Räume am Aegi gezogen, doch die Ausländerbehörde residiert noch in der Leinstraße. Die Behörde wird 2019 ins neue Verwaltungszentrum am Schützenplatz verlegt.  Zumindest ein Teil der Bauamt-Beschäftigten könnten ab 2019  im Haus neben der Markthalle einquartiert werden, heißt es im Gebäudemanagement. 

Der Plan kollidiert mit dem Vorhaben, das marode Ordnungsamt abzureißen und an dessen Stelle Wohnhäuser zu errichten. Das Baudezernat treibt dieses Vorhaben jetzt mit Nachdruck voran und legt den politischen Gremien Bebauungspläne vor. „Der Baudezernent will dadurch verhindern, dass seine Mitarbeiter in die Leinstraße ausgelagert werden“, sagt ein Rathauskenner.

Auf der anderen Seite steigt der Druck auf das Gebäudemanagement, endlich das Bauamt zu sanieren. Die Fassade ist seit vier Jahren eingerüstet, weil Teile der Außenwand abbröckeln. Pro Jahr kostet das Gerüst eine Miete von 73.000 Euro. Die Ratspolitik prangert den Sanierungsfall immer wieder an. 

Geld für eine Reparatur steht bereits zur Verfügung. Aus dem städtischen Investitionspaket sollen rund 20 Millionen Euro in die Erneuerung des Bauamts fließen. Eine Studie im Auftrag der Stadt geht davon aus, dass für eine Komplettsanierung des Gebäudes bis zu 45 Millionen Euro veranschlagt werden müssen.

Von Andreas Schinkel

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