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Hannover Ekkehard Reimann feiert Abschied vom Clichy
Nachrichten Hannover Ekkehard Reimann feiert Abschied vom Clichy
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00:28 03.05.2018
Ein Plakat mit vielen lieben Worten von Freunden und Stammgästen bekommt Ekkehard Reimann zum Abschied vom Clichy von Björn Hensoldt (links) und Simon Ario. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Die Tür geht häufig auf an diesem letzten Abend im Clichy. Denn viele Freunde und Stammkunden wollen Ekkehard Reimann am letzten Abend in seinem Lokal noch einmal sehen. Manche schauen nur kurz herein, für ein paar tröstende Abschiedsworte, oder geben Geschenke ab. 39 Jahre lang hat der jetzt 76-jährige Reimann sein französisches Edelrestaurant geführt, da fällt der Abschied nicht leicht. Seine Schwester Dorle Reimann-Fischer ist mit Ehemann Hans, Tochter Sara, die selbst Köchin ist, Sohn Kalle und deren Lebensgefährten aus Köln angereist. Auch Dorle Reimann-Fischer ist ein wenig wehmütig gestimmt. „Aber ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Und so haben wir endlich mehr von ihm.“ 

Geplant hat Reimann bereits eine Reise mit der gesamten Familie nach Brügge. Allerdings nur für zwei Tage. „Er wird sich noch daran gewöhnen, Zeit zu haben“, hofft Neffe Kalle Fischer. Dessen Freundin Christine Gabriel ergänzt: „Wir helfen ihm dabei.“

Zu den langjährigen Weggefährten Reimanns gehört sein Fleischlieferant Otto Günther, der eine selbstgemachte Mettwurst mitbringt. Reimann weiß das Geschenk zu schätzen. „Die stellt Otto nur noch für die Familie her.“ Der Schlachter, selbst bereits 74, hat Reimann bis zum Schluss mit Roularden und Bratwurst beliefert. Die gemeinsame Geschichte begann in den Anfangstagen des Clichy, erzählt Günther. „Ich war neugierig und bin hier essen gegangen.“ Doch dem Schlachter passte das servierte Schweinefilet nicht. „Ich habe reklamiert und gesagt, das könne ich besser.“ Mit Ehefrau Gerda hat Otto Günther viele Geburtstage im Clichy gefeiert.

Ein anderer alter Freund, Hermann Rüter, bei dessen Vater Wilhelm Rüter Reimann 1974 seine erste Stelle in Hannover im Central-Hotel Kaiserhof antrat, kann an diesem Abschiedsabend nicht dabei sein. Dafür ist Wolfgang Hensoldt gekommen, ein ebenfalls langjähriger Begleiter, der etliche Gastrobetriebe in Hannover geführt hat. Vor gut einem Jahr stieg der 73-Jährige außerdem mit Winfried Kirchner finanziell bei Reimanns Eck und Reimanns Fische ein. Sohn Björn Hensoldt und dessen Freunde Simon Ario und Moritz Mestwerdt betreiben Reimanns Eck, das Clichy soll als Catering sowie auf dem Maschseefest weiterlaufen. Reimann selbst wird den jungen Leuten als Berater und Qualitätskontrolleur zur Seite stehen. Denn so ganz ohne Arbeit kann er nicht. „Und im Eck richten wir eine Clichy-Gedächtnisecke ein“, kündigt Reimann an.

Von Bärbel Hilbig

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