Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Dieser verborgene Ort wird bald abgerissen
Nachrichten Hannover Dieser verborgene Ort wird bald abgerissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 30.04.2018
27.04.2018, Niedersachsen, Hannover: Ein enercity-Mitarbeiter steht im entleerten nicht mehr genutzten Wasserhochbehälter Messe-Kronsberg. Die Szenerie spiegelt sich im Restwasser. Das unterirdische von Säulen durchsetzte Bauwerk aus den 1920er Jahren wird bald abgerissen. Der Wasserhochbehälter besteht aus zwei kleinen Kammern von 4.000 und 6.000 Kubikmetern, deren Betrieb mittlerweile unwirtschaftlich wurden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

 Mit seinen vielen Säulen aus Beton wirkt der unterirdische Teil des Wasserhochbehälters von Enercity auf dem Kronsberg ein wenig wie eine Kathedrale. Zu sehen war das bisher nicht. Bevor das Bauwerk im Sommer abgerissen wird, gewährte das Unternehmen noch einmal einen Blick ins Innere.

Der Wasserhochbehälter wurde Mitte der 1920er Jahre als Teil der zum Wasserwerk Grasdorf an der Leine zählenden Anlagen erbaut und wurde von 1930 an genutzt. Er besteht aus zwei Kammern mit einem Volumen von zusammen 10.000 Quadratmetern. „Der Betrieb ist dann unwirtschaftlich geworden“, sagt Enercity-Sprecher Carlo Kallen. 2004 wurde der auf einem 7400 Quadratmeter großen Grundstück liegende Behälter erstmals stillgelegt, dann 2008 noch einmal temporär genutzt.

Seitdem herrschte endgültig Ruhe. Um Lastausgleich und Druck im Trinkwassernetz der Landeshauptstadt zu gewährleisten, reichen die drei weiteren Hochbehälter auf dem Heisterberg, in Bemerode und am Lindener Berg. „Sie sind alle wesentlich größer als derjenige auf dem Kronsberg“, erläutert Kallen.

Über der großen Zisterne befand sich der geschützte Kalkmagerrasen, den die Stadt abtragen und auf eine in etwa rund einem Kilometer entfernt liegende Fläche umsiedeln ließ. Der Rasen musste dem geplanten Siedlungsgebiet Kronsberg-Süd mit rund 3500 Wohnungen weichen. Gleiches gilt auch für den Behälter. „Erstens ragt er ein wenig über die Geländeoberfläche, zweitens kann man ihn aus statischen Gründen nicht einfach überbauen“, erklärt Kallen. Deshalb müssen die Stadtwerke den Beton im Sommer aus der Erde holen. Dann ist die Wasserkathedrale endgültig Geschichte.

Von Bernd Haase

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Auslieferungsfahrer sackte in der Südstadt 23 Sendungen ein,  der Schaden liegt bei gut 12.200 Euro. Am Freitag bekam er eine Bewährungsstrafe von neun Monaten auferlegt – und 200 Stunden Hilfsdienste.

30.04.2018

Eine private Sicherheitsstreife der Stadt soll auf der Limmerstraße wieder gegen Lärmbelästigung und Müll vorgehen. Der Dienst ist bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen unterwegs.

27.04.2018

Die traditionsreiche Imbiss-Station neben dem Hellebardier hat neue Betreiber und  ein innovatives gastronomisches Konzept – auch die Mütter der Jungunternehmer helfen mit.

30.04.2018
Anzeige