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Hannover Stadt will kein Wohnen an VSM-Fabrikgelände
Nachrichten Hannover Stadt will kein Wohnen an VSM-Fabrikgelände
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00:32 17.05.2018
An der Helmkestraße/Karl-König-Platz entsteht eine Flüchtlingsunterkunft. Quelle: Villegas, HAZ, Hannoversche Allgemeine Zeitung
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Hainholz

 Ein neues Wohngebiet auf dem ehemaligen Gelände des VfV wird es nicht geben. Die Stadtverwaltung lehnt die Idee ab – auch zum Schutz der Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG (VSM), deren Gelände in direkter Nachbarschaft zu dem Sportplatz liegt. Die Firma plant außerdem eine Erweiterung. Dabei hatten es sich die Politiker im Bezirksrat Nord bereits so gut ausgemalt. Schließlich fehlen stadtweit günstige Wohnungen. Die Politiker hielten Sportplatz und angrenzende Flächen an Helmkestraße und Karl-König-Platz für gut geeignet und forderten einhellig von der Verwaltung die Ausarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Auf einem Teil des Vereinsgeländes entsteht aktuell ein neues Flüchtlingsheim mit mehreren Gebäuden.

 Von der Ablehnung der Idee erfuhren die Politiker kürzlich eher nebenbei in der Bezirksratssitzung. „Wohnen ist aus Verwaltungssicht dort nicht möglich“, erklärte Stadtplanerin Edda Rabe. Angesichts des Flüchtlingsheim, das kurz vor der Fertigstellung ist, wunderte sich die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Christine Deja (Grüne). „Es hieß bisher doch immer, dass Gebäude für Flüchtlinge in Festbauweise später zu normalen Wohnungen umgewandelt werden können, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.“ 

Davon ist jedoch in absehbarer Zeit keine Rede. „Es besteht weiter Bedarf, Flüchtlinge unterzubringen. Die Anlage ist dafür genehmigt“, betonte Edda Rabe. Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke wies auf den Unterschied zu Wohnvierteln hin. „In Flüchtlingsheimen gibt es laufend Wechsel. Das gilt nicht als dauerhaftes Wohnen.“ Den noch nicht bebauten Teil der ehemaligen Sportfläche hat die Stadt für Leichtbauhallen vorbereitet, mit denen sie kurzfristig auf ein mögliches Ansteigen von Flüchtlingszahlen reagieren wollte, das aber ausblieb. „Diese Leichtbauhallen kommen nicht“, sagt Rabe.

Dafür plant aber die VSM einen Ausbau ihres Geländes und erwirbt deshalb Erweiterungsflächen von der Stadt. Dies ist bereits seit einigen Jahren in Vorbereitung, die Stadt gibt dafür ein  Kleingartengelände auf. „Wir erwarten keine Konflikte, denn mit der Firma besteht eine gute Nachbarschaft“, betont Stadtplanerin Rabe. 

Die seit dem Jahr 1864 an ihrem Standort in der Siegmundstraße ansässige VSM will sich auch deshalb nach Westen erweitern, damit Anwohner in den bestehenden Wohnhäusern in östlicher Lage entlastet werden. Auf der neuen Fläche entsteht eine Produktionshalle, in der die Firma Schleifmittel herstellen will. Diese Standortsicherung für den Betrieb hat aus Sicht der Stadtverwaltung Vorrang. Als erster Schritt wird jetzt zunächst eine neue rückwärtige Erschließungsstraße gebaut.

Von Bärbel Hilbig

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