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Hannover Hannover: Heimatbund ehrt Bruno Hanne posthum
Nachrichten Hannover Hannover: Heimatbund ehrt Bruno Hanne posthum
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22:08 24.11.2018
Posthume Ehrung für Bruno Hanne: Thomas Hermann, Gabriele Glowienka (Ehefrau von Bruno Hanne) und Heinz-Siegfried Strelow (Heimatbund), Bild von links nach rechts. Quelle: Heidrich
Hannover

Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts war der 24. November in Hannover ein Feiertag. An diesem Tag im Jahr 1490 hatte Cord Borgentrick die Nacht vor dem Aegidientor verbracht, weil er nicht rechtzeitig in die Stadt zurückgekehrt war. Dadurch vereitelte er allerdings auch den Plan des Herzogs von Braunschweig, die Stadt im Morgengrauen zu überfallen. Der Heimatbund Niedersachsen ehrt jährlich an diesem Termin einen Bürger, der sich ehrenamtlich um die Heimatpflege verdient gemacht hat. Gestern erhielt Bruno Hanne die Auszeichnung posthum. Hanne war selbst Initiator, Juror und Organisator des Preises. Wenige Tage vor seinem Tod, berichtete Heimatbund-Landeschef Heinz-Siegfried Strelow bei der Preisverleihung im Gartensaal des Neuen Rathauses, habe der 75-Jährige am Döhrener Turm noch das Einsetzen des Cord-Borgentrick-Steins für den früheren Stadtarchivar Klaus Mlynek organisiert. Drei Tage später sei er gestorben: „ein schwerer Schlag“.

 

Hanne sei eines der aktivsten Mitglieder des Heimatbundes gewesen, sagte Bürgermeister Thomas Hermann in einem Grußwort. Schon kurz nach dem Beginn seiner Mitgliedschaft 2004 habe er die Gruppe Döhren-Wülfel „Im Kleinen Freien“ ins Leben gerufen und bis zu seinem Tod geleitet. Im Präsidium des Heimatbundes war Hanne seit 2007 vertreten, zunächst als Schriftführer, seit 2016 als Vizepräsident. Er war für den Internet-Auftrittdes Vereins verantwortlich, hob den Borgentrick-Ehrenamtspreis aus der Taufe. Die Preisträger wurden von Hanne in von ihm selbst produzierten Filmen präsentiert. Vielleicht stehe mit seinem Tod die gesamte Form der Preisverleihung des Borgentrickpreises in Frage, sagte Heimatbundchef Strelow. Der Geehrte erhält einen Gedenkstein, der im Frühsommer neben dem Döhrener Turm in den Boden eingelassen wird – von Südosten aus hatten sich die Feinde der Stadt genähert.

Von Jutta Rinas

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