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Hannover Museumsschätze finden Paten
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00:21 03.09.2018
Bürgerschaftliches Engagement: Bulli-PateChristian Grell mit Museumsdirektor Thomas Schwark und Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Der historische Nachttopf ist schon weg. Und die Napoleon-Büste auch. Vor einem Jahr rief das Historische Museums engagierte Bürger dazu auf, gegen einen Obolus Patenschaften für einzelne Exponate des Hauses zu übernehmen. Bei einem Empfang für die mittlerweile gefundenen Paten zog Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht vom Freundeskreis des Hauses jetzt eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir haben bislang 71 Patenschaften vergeben und dabei 19.300 Euro eingenommen.“

Christian Grell ist einer der Paten. In der HAZ las der Waldheimer seinerzeit von der Aktion. Auf der Website www.ein-stück-hannover.de sah er sich die diversen Museumsstücke an – und entschied sich für einen gelben Spielzeug-Bulli: „In meiner Kindheit waren diese Fahrzeuge noch oft auf der Straße zu sehen“, sagt der 48-Jährige.

Marianne Röhrbein, deren verstorbener Mann Waldemar R. Röhrbein das Museum lange als Direktor führte, übernahm eine Patenschaft für das Gewand eines Münzlehrlings aus dem 16. Jahrhundert: Als Auszubildener hatte ihr Mann dessen Glöckchen einst putzen müssen. Und die Familie von Michael Heinrich Schormann ist jetzt symbolisch für die Uniform von Georg V. zuständig: „Schon meine Großmutter hat mir viel von dem guten König erzählt“, sagt Schormann.

„Wir sind sehr stolz auf die große Resonanz“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. Der Erlös soll in die aktuelle Umgestaltung der Dauerausstellung einfließen. Die Paten der Möbel, Gemälde und Gewänder erhalten eine Spendenquittung. Ihre Namen werden auf Wunsch in der Ausstellung genannt. Außerdem bekommen sie Freikarten und andere Vergünstigungen. Die meisten seien jedoch aus idealistischen Gründen dabei. „Jedes Exponat“, sagt Rosenmarie Elisabeth Wallbrecht, „ist ein Kristallisationspunkt hannoverscher Geschichte.“

Von Simon Benne

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