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Hannover Kurze Tempo-30-Zonen ein Erfolg – aber keine Kontrollen
Nachrichten Hannover Kurze Tempo-30-Zonen ein Erfolg – aber keine Kontrollen
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00:31 03.03.2018
Laut Stadt und Polizei halten sich die Autofahrer an die kurzen Tempo-30-Zonen vor Kitas, Schulen, Kliniken und Seniorenheimen. Quelle: dpa
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Hannover

 Die neu eingerichteten Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen haben sich nach Angaben von Polizei und Stadt bewährt. „Es liegen keine Hinweise, Beschwerden oder andere entsprechende Erkenntnisse vor, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit missachtet würde“, sagt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald der HAZ. Im Herbst waren im gesamten Stadtgebiet an 130 Standorten Tempolimits eingerichtet worden.

Wirklich kontrolliert wird die Einhaltung von Tempo 30 allerdings nicht. Da es keine Kritik gebe, „besteht auch keine Veranlassung, dort Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen“, sagt Steigerwald. Zudem müsse die Polizei anhand der Unfallzahlen den Kontrollen zustimmen. Doch auch dort heißt es: „Wir haben aktuell keine Beschwerden vorliegen, daher sind auch keine Kontrollen geplant“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. Allerdings stehe man „im ständigen Austausch“ mit der Stadt, um auf eine Veränderung der Lage zu reagieren.

Hintergrund der neuen Zonen war eine neue Vorschrift zur Straßenverkehrsordnung aus dem Frühjahr 2017, wonach Tempo 50 vor Kitas, Schulen, Kliniken und Altenheimen zur Ausnahme wurde. Davor durften 30er-Zonen erst eingerichtet werden, wenn eine ausdrückliche Gefahr auf dem Abschnitt nachgewiesen wurde. Nun gilt Tempo 30 im unmittelbaren Bereich der jeweiligen Einrichtung und maximal auf einer Länge von 300 Metern. „Die Verwaltung hat, soweit dies rechtlich zulässig war, Bereiche mit Geschwindigkeitsreduzierungen zusammengefasst“, sagt Steigerwald.

Allerdings führt die neue Regelung auch zu kuriosen Formen – wie etwa am Altenbekener Damm. Zwischen der Hildesheimer Straße und dem Rudolf-von-Bennigsen-Ufer wurden drei Tempo-30-Zonen eingerichtet, die immer wieder von Tempo 50 unterbrochen sind. Kurz vor der Ampel am Maschsee gilt dann wieder freie Fahrt. Auch am Pavillon herrscht Tempo 30, auf den letzten Metern zur Ampel Berliner Allee sind  50 Stundenkilometer erlaubt.

Laut Stadt war es rechtlich nicht erlaubt, die Tempolimits auch auf die restlichen Meter auszuweiten. Die Geschwindigkeitsreduzierung solle laut Steigerwald auf die „hohe Schutzwürdigkeit“ der Einrichtung hinweisen, „insofern wäre eine Ausdehnung der Tempo-30-Bereiche eher kontraproduktiv“. An Kliniken und Altenheimen gilt das Limit rund um die Uhr, vor Kitas und Schulen nur unter der Woche von 6 bis 22 Uhr. „Die lange Zeit bis in den Abend hängt damit zusammen, dass in den Einrichtungen auch abends noch Veranstaltungen stattfinden“, sagt Steigerwald.

Von Peer Hellerling

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