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Hannover Das war die Lange Nacht der Theater
Nachrichten Hannover Das war die Lange Nacht der Theater
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00:18 25.04.2018
Theaterpädagogin Bettina Stieler (vorn) gibt eine Ballettstunde für Neugierige. Quelle: Samantha Franson
Hannover

 103 Vorstellungen an 26 Spielstätten haben am Sonnabend rund 300 Besucher zur Langen Nacht der Theater angelockt – deutlich weniger als im Vorjahr, als es noch 4000 waren. Die Veranstalter waren trotzdem zufrieden und freuten sich über teils ausverkaufte Häuser. 

Das Publikum war flexibel. Für die Veranstaltungen, die sich zum Beispiel Andreas Niemeyer und Uta Botterschulte vorgemerkt hatten, gab es keine Karten mehr. „Wir waren in diesem Jahr relativ spät dran mit den Planungen“, sagen sie. Also haben sie kurzfristig umdisponiert und einfach mal im Ballettsaal des Opernhauses unter Anleitung von  Tanzpädagogin Bettina Stieler diese spezielle Bewegungsform ausprobiert. „Ich weiß jetzt, dass ich Ballett nicht kann“, sagt Niemeyer, was aber gar nicht auffiel.

Auch das ist eine Facette dieser Kulturnacht, die ihre 17. Auflage erlebt hat: Man kann selbst Aktivität entwickeln. Oft braucht es Geduld. Anne Nissen und Claudia Kinne etwa haben die erste Aufführung von „Abrahams Kindern“, einer theatralischen Reise nach Jerusalem in der Cumberlandschen Galerie, verpasst und warten nun geduldig auf die nächste Vorstellung. „Wir wollen mindestens drei Bühnen besuchen, vielleicht auch vier“, sagt Nissen. Als Pflichtprogramm steht Tanztheater in der Südstädter Eisfabrik auf der Liste.

Insgesamt rund 3000 Karten seien im Vorverkauf abgesetzt worden, sagt Ulrike Eberle von der Pressestelle des Schauspielhauses. Große Veranstaltungen wie die beiden Teile der Aida im  Opernhaus oder die Edda im Schauspielhaus liefen ohnehin vor vollen Häusern. Aber auch kleinere Spielstätten hatten genug Nachfrage. „Ein Großteil der Karten ist weggegangen“, berichtet Marie Lorette Ditterich vom Kulturzentrum Faust in Linden, wo in der Warenannahme Improvisationstheater geboten wurde.

Ohne die Theaterbusse der Üstra, die die Kulturfreunde  durch die Stadt transportieren, würde die Nacht nicht funktionieren. „Willkommen an Bord, ich wünsche ihnen gute Unterhaltung“, begrüßt Fahrer Steven Bruns die Fahrgäste, als er seine nächste Runde am Opernplatz beginnt. Dafür erhält er Beifall, was Busfahrern sonst eher selten passiert. „Wir haben mehr Bewerbungen für die Theaternachttouren als wir brauchen“, verrät Üstra-Fahrdienstleiter Stefan Kröning. Der Grund: „Es ist ein anderes Publikum in den Bussen. Die Stimmung ist grundsätzlich heiter.“ 

Das galt für die gesamte Veranstaltung, die wie gewohnt mit der rauschenden Abschlussparty im Foyer des Schauspielhauses und im Theaterhof erst früh am Sonntagmorgen endete.

Von Bernd Haase

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