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Hannover Zwei Prostituierte vergewaltigt: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Nachrichten Hannover Zwei Prostituierte vergewaltigt: Polizei nimmt Verdächtigen fest
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14:15 09.04.2019
Der Mann soll sein erstes Opfer mit einem Messer bedroht haben, im zweiten Fall nutzte er eine Schusswaffe. Quelle: dpa
Hannover

Ein bewaffneter Mann soll im März zwei Prostituierte in Hannover vergewaltigt und zudem versucht haben, sie im Anschluss auszurauben. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den 22-jährigen Verdächtigen bereits am Freitag in dessen Wohnung in Vahrenheide fest. Ein Richter ordnete wegen der Schwere der Tat sowie Fluchtgefahr noch am Wochenende Untersuchungshaft an. Bei Vergewaltigung in besonders schwerem Fall droht eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren. Ein DNA-Treffer brachte die Ermittler auf die Spur des 22-Jährigen.

Prostituierte mit Messer und Waffe bedroht

Der Verdächtige soll sich sowohl Anfang als auch Ende März an zwei Prostituierten in Bordellen an der Ludwigstraße in Hannover-Mitte vergangen haben. Die erste Tat ereignete sich am Abend des 4. März. „Dabei bedrohte der 22-Jährige eine Prostituierte mit einem Messer und vergewaltigte sie“, sagt Kathrin Söfker, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover. „Anschließend versuchte er, Geld von der Frau zu erpressen.“ Das scheiterte jedoch, sodass der Mann ohne Beute fliehen musste. Am 31. März soll der Verdächtige erneut eine Prostituierte vergewaltigt haben, nun wurde das Opfer aber mit einer Schusswaffe bedroht. Außerdem soll er wieder versucht haben, die Frau auszurauben.

Verdächtiger schon polizeibekannt

Im Rahmen der Ermittlungen bezüglich der ersten Tat stieß die Polizei auf DNA-Spuren, die zu einem Treffer in der Datenbank führte. „Der Verdächtige ist früher schon wegen Eigentumsdelikten in Erscheinung getreten“, sagt Söfker. Vermutlich stamme davon auch die Eintragung im Polizeicomputer. Gewalt- oder Sexualstraftaten habe der 22-Jährige bisher aber nicht begangen. Die Wohnungsdurchsuchung und der Haftbefehl ergingen wegen der ersten Vergewaltigung. „Weil sich Täterbeschreibung und Vorgehen beim zweiten Fall aber ähneln, prüfen wir Zusammenhänge“, sagt Söfker. Bei seiner Festnahme entdeckte die Polizei zudem eine Schusswaffe in der Jackentasche des Verdächtigen. Die Ermittlungen dauern an.

Von Peer Hellerling

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