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Hannover Rund 2400 Besucher beim Kinderfest
Nachrichten Hannover Rund 2400 Besucher beim Kinderfest
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00:15 07.02.2018
Ab ins All: Vampir Heini startet beim Kinderfest der Oper auf der Bühne zum Weltraumflug. Quelle: Insa Catharine Hagemann
Hannover

Emily ist hier Stammgast, da kennt man sich aus: „Erst sehen wir ein Stück, dann wird gebastelt, und Waffeln gibt’s auch“, sagt die Neunjährige aus der List. Sie ist schließlich nicht zum ersten Mal beim Kinderfest in der Oper dabei. Seit 21 Jahren gibt es die Veranstaltung, die hier zu den besucherstärksten des Jahres zählt. Seit Wochen ist das Kinderfest ausverkauft, rund 2400 Besucher stürmen an diesem Sonntag das Haus – die Hälfte davon sind Kinder. Für viele ist es der erste Kontakt mit den weltbedeutenden Brettern, noch vorm Besuch der legendären „Hänsel und Gretel“-Inszenierung, die in zahlreichen hannoverschen Familien seit Generationen fester Bestandteil der Kindheit ist.

„Dieses Fest ist wie ein kleiner Opernball“, sagt Intendant Michael Klügl, der zwischen wuselnden Kindermassen im Foyer steht. „Der Aufwand ist groß, und alle unsere Abteilungen haben großen Spaß daran, in den Kindern Freude an der Musik zu wecken.“

Musik liegt in der Gruft

Als Musikfreudenerwecker ist besonders Heini unschlagbar. Beim Eröffnungskonzert brandet Applaus auf, als der kleine Vampir auf der Bühne unter den Klängen des gut aufgelegten Orchesters huldvoll aus seinem Sarg grüßt.  Musik liegt in der Gruft. Die Puppe des Blutsaugers gehört bei Kinderveranstaltungen in der Oper gewissermaßen zum Inventar, und heute will Heini hoch hinaus: „Ich will wissen, wer im Weltall sitzt“, sagt er. Während das Orchester Brahms und Beethoven spielt, plant er die Verwandlung des Opernhauses in ein Raumschiff – und dabei müssen die jungen Besucher kräftig mithelfen.

„Bei diesem Fest zeigen wir den Kindern, was alles dazu gehört, ein Stück auf die Bühne zu bringen“, sagt Regisseurin Friederike Karig, die das Fest zum dritten Mal organisiert hat. An diversen Stationen dürfen die Kinder selbst Hand anlegen, um Heinis Weltraumflug vorzubereiten. Dabei lernen sie nicht nur, dass ein Kontrabass noch größer ist als ein Cello. Sie basteln sich auch Astronautenmasken, schminken sich mit Sternenstempeln, sie lernen fast echte Außerirdische kennen und gestalten im Marschnersaal ein riesiges Bühnenbild. „Ich male einen Heißluftballon, mit dem Heini dann ins All fliegen kann“, sagt die fünfjährige Lena, die den Wachsmalstift fest in der Hand hält.

Requisite und Beleuchtung, Ton, Maske und Kostümabteilung präsentieren sich im ganzen Haus. An einer Station ist das Opernhaus aus Bauklötzen nachgebaut. Und zu den Waffeln gibt es Blutorangensaft, an dem auch Vampir Heini seine Freude hätte. Beim Abschlusskonzert singen und tanzen die Kinder dann vor selbstgemalten Kulissen, bis das Opernhaus mit großem Feuerzauber ins All abhebt. Ein furioses Finale eines galaktischen Festes.

Von Simon Benne

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