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Hannover Mainzer Spieler verzichten bislang auf Strafanzeige
Nachrichten Hannover Mainzer Spieler verzichten bislang auf Strafanzeige
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07:33 30.01.2018
Der Mainzer Profi Leon Balogun hat nach dem rassistischen Beschimpfungen in der HDI-Arena noch keine Strafanzeige gestellt. | Quelle: picture alliance / dpa
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Hannover

 Mehr als zwei Wochen nach den rassistischen Beleidigungen der Mainzer Fußballprofis Leon Balogun und Anthony Ujah durch 96-Fans in der HDI-Arena wartet die Kripo Hannover noch immer auf den Eingang der Strafanzeigen der betroffenen Spieler. Die Ermittler hatten ihnen nach HAZ-Informationen nahe gelegt, eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Beleidigung zu stellen. Das ist bislang nicht passiert. Balogun und Ujah waren von Anhängern der Roten im Stadion mit Affenlauten begrüßt worden. Leon Balogun hatte den Vorfall anschließend über den Kurznachrichtendienst Twitter öffentlich gemacht. 

Die derzeit laufenden Ermittlungen in dem Fall fußen auf einer Strafanzeige von Hannover 96-Chef Martin Kind wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Zudem hatte die Staatsanwaltschaft Hannover von Amts wegen ebenfalls Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung aufgenommen. Sollten sich im Lauf der Ermittlungen keine Beweise für diesen Straftatbestand finden lassen und die betroffenen Spieler sehen weiterhin davon ab, Anzeigen wegen Beleidigung zu stellen, müssten die Ermittlungen eingestellt werden. Auf die Frage, warum die beiden Kicker oder der Verein selbst bislang von einer Beleidigungs-Anzeige abgesehen haben, teilt Mainz 05 mit: „Der Verein befindet sich diesbezüglich im Sinne der Spieler im engen Austausch mit den örtlichen Sicherheitsbehörden und Hannover 96.“ Da es sich um laufende Ermittlungen handele, bitte man um Verständnis, dass der Verein das Verfahren nicht kommentieren möchte.

Zwei der insgesamt fünf Verdächtigen in diesem Fall waren am Sonntag beim Heimspiel der Roten gegen Wolfsburg von der Polizei identifiziert worden. Die Beamten nahmen die Personalien des 40- und des 50-jährigen Mannes auf. Anschließend erhielten die beiden ein Hausverbot. Unter den übrigen drei Verdächtigen soll sich auch ein etwa zwölf Jahre alter Junge befinden. Bislang konnten sie nicht identifiziert werden.

Von tm

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