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Hannover So jung und kulturell vielfältig ist Hannover
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23:40 21.02.2018
Hannover wird bunter, jünger und internationaler.  Quelle: Michael Thomas
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Hannover

  Hannover wächst, das ist kein Geheimnis. Doch zugleich verjüngt sich die Einwohnerschaft, wie städtische Statistiker jetzt  festgestellt haben. „Das ist eine kleine Sensation“, heißt es im Rathaus. Zwischen den Jahren 2014 und 2017 ist das Durchschnittsalter um fast vier Monate auf 42 Jahre und fünf Monate gesunken. Das ist eines der Ergebnisse einer umfangreichen Datenanalyse, die die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Die Statistiker nehmen vor allem die Stadtteile in den Blick und untersuchen unter anderem, wie viele alte und junge Menschen in den Quartieren leben, welchen Nationalitäten sie angehören, welche Sprachen sie sprechen und wie häufig sie umziehen.  „Die soziale und kulturelle Vielfalt nimmt zu“, sagt Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf.

Nicht in allen Stadtteilen verjüngt sich die Bevölkerung. So ist der Stadtteil Bothfeld entgegen dem gesamtstädtischen Trend leicht gealtert. Das Durchschnittsalter liegt hier bei fast 47 Jahren. In Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Neubaugebieten, etwa Bemerode, leben zwar viele Familien und infolgessen liegt das Durchschnittsalter noch unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt. Doch die Tendenz zeigt nach oben, die Familien werden in ihren Eigenheimen gemeinsam älter. Die stärkste Verjüngung in den vergangenen Jahren erlebt der Stadtteil Mühlenberg. Zwischen 2014 und 2017 sank der Altersdurchschnitt um 28 Monate auf 39 Jahre. Gründe dafür liegen im Zuzug von jungen Familien und in einer höheren Geburtenrate.

Hannover wird immer mehr zu einem Schmelztiegel der Nationen. In der Stadt leben Menschen aus 180 verschiedenen Ländern. Besonders viele unterschiedliche  Nationen leben in Mitte, der Nord- und Südstadt, in der List, in Vahrenwald und in Groß-Buchholz. Weniger bunt ist die Bevölkerung in Waldheim, Lahe und Wülferode. 

Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund steigt jährlich um rund einen Prozentpunkt und liegt Anfang 2017 bei 30 Prozent. Auch hier gibt es Unterschiede von Stadtteil zu Stadtteil. Neben Mühlenberg ist Linden-Süd einer der Stadtteile mit der höchsten Nationenvielfalt. Menschen aus 110 Ländern leben in dem Quartier, fast die Hälfte der Einwohner stammt aus Einwandererfamilien. Besonders gering ist der Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Kirchrode (15 Prozent).

Beschäftigt haben sich die Sozialwissenschaftler auch mit der Sprachenvielfalt in Hannover. Die Angaben beruhen auf Schätzungen, orientiert an Nationalitäten. Für fast 24.000 Menschen ist Türkisch eine Alltagssprache und neben Deutsch die mit Abstand am häufigsten gesprochene Sprache der Eingewanderten und ihrer Nachkommen. Das gilt für die meisten, aber nicht für alle Stadtteile. Arabisch ist die häufigste Sprache von Migranten in Mitte, Sahlkamp, List, Groß Buchholz, Waldhausen, Bult und Mühlenberg. Polnisch wird am häufigsten gesprochen in Bemerode, Bothfeld, Heideviertel, Wettbergen, Wülferode und Misburg-Nord. Persisch steht in Seelhorst und Isernhagen Süd auf dem ersten Platz. Englisch dominiert in Kirchrode und im Zooviertel, Rumänisch in Lahe. Kurios ist, dass im kleinen Stadtteil Bult mit seinen rund 3000 Einwohnern Chinesisch an zweiter Stelle steht hinter Arabisch. Das liegt vermutlich an einem Studentenwohnheim im Viertel, das von vielen Asiaten bewohnt wird, meinen die Statistiker.

Eine Großstadt wie Hannover ist in Bewegung, es gibt etliche Fort-, Zu-, und Umzüge in den Vierteln. Am stärksten fluktuieren die innenstadtnahen Viertel, allen voran Mitte, gefolgt von der Nordstadt, einem traditionellen Studentenviertel, und der Calenberger Neustadt. Viel Bewegung ist auch in Quartieren, in denen viele Flüchtlinge untergebracht sind, etwa in MIttelfeld und in Groß Buchholz. Wenige Umzüge registrieren die Statistiker in Waldheim, Isernhagen Süd und Wülferode. 

Statistik-Broschüre

Hier können Sie den kompletten Bericht herunterladen

Von Andreas Schinkel

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