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Hannover Hannoveraner kauft Bredero-Hochhaus 
Nachrichten Hannover Hannoveraner kauft Bredero-Hochhaus 
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13:39 23.02.2018
Geht es beim Bredero-Hochhaus nun voran? Ein Hannoveraner hat es gekauft. Quelle: Rainer_Droese
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Hannover

Kommt jetzt endlich Schwung in die Sanierung des Bredero-Hochhauses hinterm Hauptbahnhof? Nach jahrelangem Stillstand hatte es zuletzt Gerüchte gegeben, dass der Umbau von Büroetagen zu Wohnraum erneut an mangelndem Investoreninteresse scheitern könne. Angeblich spiele der Haupteigentümer, das holländische Immobilienimperium um Unternehmer Hans Pluis, auf Zeit. Ein Blick ins Handelsregister aber zeigt: Bei dem markanten Bürohochhaus am Raschplatz werden die Fäden jetzt wieder von Hannover aus gezogen. Das Familienunternehmen Dannenberg aus Döhren hat einen Kaufvertrag für die Büroetagen sechs bis 17 unterschrieben, die zu Wohnungen umgebaut werden sollen. „Sobald die Stadt die Baugenehmigung erteilt, sind wir Eigentümer“, sagt Helmut Dannenberg. Dann solle „so schnell wie möglich“ der Umbau gestartet werden. 

109 Wohnungen sollen in zwölf Etagen entstehen, insgesamt will Dannenberg rund 15 Millionen Euro investieren. Das Döhrener Familienunternehmen, bei dem Vater und der gleichnamige Sohn das Sagen haben, hat etwa 1500 Wohnungen vor allem in Hannover, Leipzig und Braunschweig saniert oder neu gebaut. Das jüngste Großprojekt: Dannenberg hat den alten Verwaltungssitz der Hanomag an der Bornumer Straße (Linden-Süd) zu Wohnungen umgebaut. Bis auf einen kleinen noch unsanierten Bürobereich erstrahlt das einst heruntergekommene Gründerzeitgebäude mit Balkonen und Dacherkern in hellweißem Glanz. In Kürze beginnt auch der Bau von 130 Wohnungen auf einem einstigen Trümmergelände in der Adolfstraße (Calenberger Neustadt). 

„Auch die Immobilie am Raschplatz wird wieder ein Blickfang“, verspricht Dannenberg. Das Gebäude, das mit seinen Waschbetonfassaden zum Baustil des Brutalismus zählt, soll in den ehemaligen Büroetagen komplett entkernt, die neue Fassade wird mit Balkonen aufgelockert werden. Die gesamte Haustechnik muss erneuert werden, auch alle Fenster müssen raus – sie prägten mit ihrer braunen Tönung den Siebzigerjahre-Stil des Bauwerks. 

Kürzlich hatten die Baupolitiker des Rates in vertraulicher Sitzung nach Gründen für die Verzögerung beim Umbau gefragt. Baudezernent Uwe Bodemann soll ihnen berichtet haben, das liege an komplizierten Eigentümerstrukturen beim Investor. Was er nicht sagte: Nach HAZ-Informationen war der zuständige Mitarbeiter im Bauamt monatelang in Elternzeit, so dass die Bearbeitung des Antrags sich verschleppte. Das aber will Dannenberg nicht kommentieren: „Wir werden schließlich erst Eigentümer, wenn der Bauantrag positiv beschieden ist.“

Aktuell werde noch über Details diskutiert, etwa über die Frage, ob statt einer eloxierten Alufassade auch ein leichter zu reinigendes Material verwendet werden könne. Zudem gebe es Debatten mit wenigen Miteigentümern aus den obersten Hochhausgeschossen, die sich gegen die Umwandlung von Büro- in Wohnraum sperrten. „Das alles sind aber keine unlösbaren Probleme“, sagt der Immobilienentwickler. 

Er rechne damit, dass die Stadt in Kürze die Baugenehmigung erteile. „Dann wollen wir die Arbeiten so schnell wie möglich ausschreiben, um nicht wegen steigender Baupreise noch Kostensteigerungen zu erleben.“

Auch ein Hotel entsteht

Die 1975 erbaute Immobilie am Raschplatz heißt eigentlich Lister Tor. Sie wird wegen ihres Erbauers, dem holländischen Bredero-Konzern, aber meist nur Bredero-Hochhaus genannt.

In den obersten sechs der 23 Etagen befinden sich Eigentumswohnungen mit fantastischem Blick über die Stadt. In den Sockelgeschossen gibt es eine Mischung aus Gastronomie, Gewerbe, Handel und Parkhaus. In den Zwischenetagen befanden sich Büros, sie sollen jetzt zu Wohnungen umgebaut werden.

Das Gebäude hat immer wieder Schlagzeilen gemacht. Ein Immobilienfonds der Deutschen Bank geriet wegen des Leerstands der Büroetagen ins Trudeln, ein Privatinvestor aus Hannover scheiterte an Ränkespielen um die Revitalisierung. Zuletzt zerschmetterte bei einer Schießerei zu Füßen des Gebäudes eine verirrte Kugel eine Glasscheibe einer Penthaus-Wohnung.

Von Conrad von Meding

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