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Hannover Protestanten feiern Reformationstag
Nachrichten Hannover Protestanten feiern Reformationstag
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14:45 29.10.2018
Festliche Feier: Im vergangenen Jahr predigte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann zum 500. Reformationsjubiläum in der Marktkirche. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Am 31. Oktober jährt sich Luthers legendenumwobener Thesenanschlag zum 501. Mal. Schon zum runden Jubiläum im vergangenen Jahr hatten die meisten Arbeitnehmer frei. In diesem Jahr wird das, was 2017 noch eine Ausnahme war, nun zur Regel: „Wir freuen uns, dass der Reformationstag in Niedersachsen jetzt gesetzlicher Feiertag geworden ist“, sagt Hannovers oberster Protestant, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Der Tag stehe für die Erinnerung an Aufbrüche und an die Notwendigkeit, sich in Kirche und Gesellschaft zu engagieren.

Auch Landesbischof Ralf Meister begrüßt es, dass der 31. Oktober nun in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg nun gesetzlicher Feiertag ist: „Der Reformationstag bietet große Chancen, kann aber auch unbequem sein“, sagt er: „Es geht uns darum, ihn religionsüberbreifend, ökumenisch und weltoffen zu begehen.“ Dabei werde man sich auch kritisch mit Irrtümern der Reformatoren auseinandersetzen.

Zahlreiche evangelische Gemeinden feiern den Reformationstag mit Musik und Talkrunden, mit Theater, Gospel und Gottesdiensten. An der Marktkirche stehen bei einem „Fest der Begegnung“ von 11.40 Uhr bis 18 Uhr Aktionen auf dem Programm. Aus den Reihen von Katholiken und Juden waren Vorbehalte dagegen laut geworden, den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Viele Programmpunkte setzen nun gezielt auf Dialog mit anderen Glaubensgemeinschaften: Schon am Dienstag beginnt um 18 Uhr in der Marktkirche die Veranstaltung „Was gesagt werden muss – Reformation und Judentum“ mit Landesbischof Ralf Meister und Rabbiner Gabor Lengyel.

Propst predigt in Gartenkirche

Meister predigt dann am 31. Oktober um 10 Uhr im Gottesdienst in der Marktkirche. Vor dem Gotteshaus eröffnet der Kinderchor KiChoBa um 11.40 Uhr dann das „Fest der Begegnung“. Neben Musik und Stundengebeten stehen dort auch mehrere Talkrunden auf dem Programm, unter anderem um 14.10 Uhr mit Landesbischof Meister und der Muslimin Hamideh Mohagheghi. Um 15.30 Uhr gibt es Akkordeonklänge mit Nicolae Gutu, um 16.10 Uhr Poetry Slam mit Philipp Schnarrrenberg zum Thema „Kraft des Wortes“. Das Fest endet mit einem Abendsegen um 18 Uhr.

Ökumenisch geht es auch in der Gartenkirche in der Marienstraße zu: Im Gottesdienst um 10 Uhr predigt Hannovers oberster Katholik, Propst Martin Tenge. In der Lukaskirche, Dessauer Straße 2, erklingt in einem ökumenischen Gottesdienst, an dem sich neben katholischen auch serbisch-orthodoxe und neuapostolische Christen beteiligen, Chormusik von Gounod. Und in der Markuskirche am Lister Platz beginnt ein Gottesdienst um 10.30 Uhr. Landessuperintendentin Petra Bahr spricht darin über den Umgang mit dem Antijudaismus im Neuen Testament.

Die St.-Nathanael-Kirche in der Einsteinstraße feiert mit einem Gottesdienst um 11 Uhr das Richtfest ihres neuen Kirchenzentrums. Einen Slam-Gottesdienst zu Luthers Lieblingspsalmworten feiert Pastor Alex Kawalla mit mehreren Slam-Poeten um 17 Uhr in der Melanchthonkirche, Menschingstraße 12. In der Erlöserkirche gibt es um 17.30 Uhr einen Gospelgottesdienst. Und die Neustädter Hof- und Stadtkirche bietet um 18 Uhr eine „Luthertafel“ mit Speisen und Lautenmusik (Unkostenbeitrag: 12 Euro).

Von Simon Benne

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