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Hannover Ratspolitik stimmt fürs Abmontieren der Pfandringe
Nachrichten Hannover Ratspolitik stimmt fürs Abmontieren der Pfandringe
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00:43 12.04.2018
Meist sind die Pfandbehälter, wie hier am Lister Platz, leer geblieben. Quelle: Samantha Franson
Hannover

 Der Versuch, Bedürftigen die Suche nach Pfandflaschen mittels spezieller Behälter zu erleichtern, ist gescheitert – dem stimmt jetzt auch die Ratspolitik zu. „Es ist gut und richtig, dass wir die Pfandringe ausprobiert haben“, sagt Grünen-Umweltexperte Patrick Drenske. Die Testphase habe immerhin gezeigt, dass Bürger  die Pfandsammler nicht ignorieren, sondern Flaschen gezielt neben Mülleimern platzieren. Die Satirepartei „Die Fraktion“ kritisiert, dass der Versuch lieblos ausgeführt wurde. „Die Pfandringe waren deplatziert, sie hätten in der Nähe von Abfallbehältern angebracht werden müssen“, sagt Oliver Förste von der „Fraktion“. Zudem hätte es deutlich mehr Werbung geben müssen.

Die Stadtverwaltung hat auf Beschluss des Rats an drei Standorten Pfandbehälter angebracht, am Lister Platz, am Steintorplatz und in der Limmerstraße. Wissenschaftlich begleitet wurde die einjährige Testphase vom Karl-Lemmermann-Haus. Das Fazit fällt negativ aus: Die Behälter wurden kaum mit Pfandflaschen bestückt, zudem musste das Entsorgungsunternehmen Aha im Umfeld der Behälter vermehrt Glasscherben und Müll entfernen. Pfandsammler gaben an, weiterhin Abfalleimer zu durchwühlen.

Aha wehrt sich gegen den Vorwurf, den Versuchsaufbau vernachlässigt zu haben. „Wir haben die Standorte sehr sorgfältig ausgesucht“, sagt Mathias Quast, Abteilungsleiter bei Aha. Zwar hätte man noch stärker für die Pfandringe werben können, aber das hätte einen sechsstelligen Betrag verschlungen. Der Versuch hat die Stadtkasse mit rund 24.000 Euro belastet.

Von Andreas Schinkel

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