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Hannover Rund 4000 Fans harren beim Public Viewing aus – und werden belohnt
Nachrichten Hannover Rund 4000 Fans harren beim Public Viewing aus – und werden belohnt
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00:16 26.06.2018
Am Ende ist der Jubel groß. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die ersten verlassen noch vor der Halbzeitspause die Fährmannswiese. Beim Stand vom 0:1 gegen Deutschland haben sie die Nase voll. „Einer geht noch“, grölt ein angetrunkener junger Mann. „Halt die Fresse“, ruft ein anderer und schiebt nach: „Sonst hau ich die eine rein.“Mouhamed (23) will dableiben. Er ist wegen des „Gemeinschaftsgefühls“ da, zusammen gucken mache einfach mehr Spaß. Die Leistung der deutschen Mannschaft sei bislang ziemlich schlecht gewesen, meint Franziska (19), aber sie will bleiben. „Bis zur letzten Minute“, sagt auch Alex (30). „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, betont Louisa (22).

Dirk (58) wohnt nur zwei Minuten entfernt. Bei Regen sei er blitzschnell zuhause, sagt er. Seine Frau Brigitte findet es toll, dass die Gastronomen auf der Fährmannswiese das hinkriegen, was am Küchengarten nicht geklappt hat –ein Public Viewing. „Das hätte man schon die Jahre zuvor machen können“, findet sie. Emily und Celine waren schon am Lindener Markt, aber auf der Fährmannswiese gefällt es den beiden 17-Jährigen besser: „Ist größer, mehr los, bessere Stimmung.“

Wer dageblieben ist, wird belohnt. In der 48. Minute gleicht Marco Reus zum 1:1 aus. Die Arme der Fans recken sich in die Luft. Die Hoffnung stirbt zuletzt. In der zweiten Halbzeit ist die Wiese noch voller. Es dürfte jetzt 4000 Zuschauer sein jetzt. Die Spannung steigt, fünf Minuten Nachspielzeit und noch immer Unentschieden. Seufzer gehen durch die Menge. Schimpfworte nehmen zu. „Ich will die schwedischen Fans nicht sehen“, sagt einer, als die Kamera auf deren Anhänger schwenkt.

In der letzten Minute schießt Toni Kroos Deutschland zum Sieg. Alle Zuschauer springen auf und schwenken Fahnen, jubeln, singen „Olé, wie ist das schön“ und „Super Deutschland“. Das erste Deutschland-Spiel gegen Mexiko haben Jürgen (46) und Viola (37) sogar in Moskau gesehen, das zweite jetzt auf der Fährmannswiese in Hannover. „Toll, die Stimmung war super“, sagt der Mann aus Jever. Auch andere berichten, dass die Sicht von jedem Platz gut sei. In die Bäume sind sogar einige Fernsehgeräte gehängt worden.

Und was ist mit denen, die in der Halbzeit gegangen sind? „Pech gehabt, das sind keine echten Fans“, sagt eine junge Frau. Treue zahlt sich eben aus.

Von Saskia Döhner

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