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Hannover So soll Hannover sauberer werden
Nachrichten Hannover So soll Hannover sauberer werden
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19:10 12.09.2018
Das soll es in Zukunft nicht mehr geben: Hannover will gegen herumfliegenden Müll vorgehen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die Stadt soll sauberer werden, darin sind sich Verwaltung und Politik grundsätzlich einig. Die Putzoffensive der Stadt geht den Fraktionen im Rat aber nicht weit genug. Deshalb hat das Ampelbündnis vorgeschlagen, die Gelben Säcke abzuschaffen und dafür Gelbe Tonnen aufzustellen.

Zudem wünscht sich das Ampel-Bündnis größere Abfallbehälter in gut besuchten Parks, etwa im Georgengarten, wo im Sommer oft gegrillt wird. „Wir erleben, dass die gewöhnlichen Abfalleimer schnell voll sind und dann legen die Menschen ihren Müll daneben ab“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Die Grünen würden Einmalgrills am liebsten ganz verbieten. „Aber das liegt auf kommunaler Ebene nicht in unserer Macht“, sagt Grünen-Ratsfrau Renee Steinhoff.

Das Ampel-Bündnis schlägt überdies vor, nachbarschaftliche Initiativen für mehr Sauberkeit zu fördern. Modell ist Hannovers Partnerstadt Bristol. „Dort sorgen die Menschen in den Quartieren dafür, dass Müll schnell weggeräumt wird“, sagt Grünen-Frau Steinhoff. Zudem soll die Smartphone-App des Entsorgers Aha erweitert werden, damit Bürger in Hannover möglichst unkompliziert wilde Müllhaufen melden können.

CDU will mehr Abfallfahnder

Die CDU stellt eigene Forderungen auf. Sie wünscht sich, dass die Stadt rigoroser gegen Müllsünder vorgeht und mehr Abfallfahnder einstellt. „Wir wünschen uns, dass der Kampf gegen den Müll energischer geführt wird“, sagt CDU-Umweltpolitiker Maximilian Oppelt. So müsse die Stadt sofort Sanktionen verhängen, sobald Müll illegal entsorgt wird. „Es darf keinen Freischuss geben, so wie ihn die Stadtverwaltung einräumt“, sagt Oppelt. Dem widerspricht Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD). Jede illegale Entsorgung werde geahndet.

Das ursprüngliche Sauberkeitskonzept der Stadt sieht bereits ein Bündel von Maßnahmen vor. Kehrmaschinen fahren zusätzliche Touren, Straßenfeger werden eingesetzt und die Abfallfahnder bekommen mehr Personal. Illegaler Müll solle innerhalb eines Tages entsorgt werden, lautet der Anspruch der von Ordnungsdezernent von der Ohe. Die Putzoffensive kostet mehr als eine Million Euro pro Jahr zusätzlich.

Einen Teil bezahlen die Hannoveraner mit ihren Gebühren. Die Beiträge für Straßenreinigung und Winterdienst wurden zu Jahresbeginn erhöht – unter Protest der Ratsopposition. Einen weiteren Teil der Sauberkeitskampagne bezahlt die Verwaltung aus eigener Kasse. Allein eine halbe Million Euro kostet es, genügend Personal vorzuhalten, um illegalen Abfall innerhalb eines Tages entsorgen zu können.

Von Andreas Schinkel

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