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Hannover Stadt will 240 Ladesäulen aufstellen
Nachrichten Hannover Stadt will 240 Ladesäulen aufstellen
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18:38 05.02.2018
Die Ladestation vor dem Enercity-Gebäude am Opernplatz ist eine von bisher nur vier im öffentlichen Raum . Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Ende 2017 waren in der Landeshauptstadt 1800 Elektrofahrzeuge registriert; in drei Jahren sollen es Prognosen zufolge 6000 sein. Um den daraus Bedarf an Stromtankstellen zu decken, sind an Straßen und Plätzen oder auf öffentlich zugänglichen Privatflächen 240 zusätzliche Ladesäulen erforderlich, hat die Stadtverwaltung ermittelt. Bisher gibt es lediglich 22, die ständig für die Allgemeinheit zugänglich sind.

Für den Ausbau sucht die Stadt einen Betreiber, der dazu eine Konzession erhält. Von diesem Modell verspricht sich die Stadt Steuerungsmöglichkeiten. So soll der Betreiber gewährleisten, dass mindestens 20 Prozent der Stationen schnelle Ladung ermöglichen und dass jeder Stadtbezirk berücksichtigt wird. Die Stellzeit an den Ladesäulen wird auf zweieinhalb Stunden begrenzt, damit Autofahrer die kostenfreien Flächen nicht gleichzeitig als Dauerparkplatz nutzen. Eine Konzessionsabgabe soll nicht gefordert werden, andererseits kassiert der Betreiber aber keine Investitionszuschüsse.

Der Umweltausschuss des Rates hat den Plan einstimmig befürwortet – ebenso wie den zusätzlichen Wunsch von SPD, Grünen und FDP, dass die Ladesäulen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen abgeben. Bewerben als Konzessionär kann sich auch Enercity. Das Unternehmen hatte im vergangenen Herbst angekündigt, bis 2020 600 Ladesäulen aufstellen zu wollen – davon 280 noch in diesem Jahr.

Mehrheitlich beschloss der Ausschuss, dass die Stadtverwaltung für den eigenen Fuhrpark und den ihrer Tochterunternehmen nur noch Elektroautos anschafft – es sei denn, es sind wie etwa bei schweren Lastwagen für die Feuerwehr noch keine geeigneten Modelle auf dem Markt. Die CDU hatte vorgeschlagen, die Formulierung „Fahrzeuge mit alternativem Antrieb“ zu wählen. Weil das auch Hybride mit Verbrennungsmotorkomponente einbezieht, bezeichnete es das Mehrheitsbündnis als rückschrittlich und lehnte es ab.

Von Bernd Haase

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