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Tausende Schüler vorzeitig nach Hause geschickt

Wegen Sturm „Friederike“ Tausende Schüler vorzeitig nach Hause geschickt

Zahlreiche Schulen in der Region haben ihre Schüler wegen des Sturms früher aus dem Unterricht entlassen.

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"Tagesablauf spontan umdisponiert": Eva Endel holte ihre Tochter Marlene vorzeitig aus der Rosa-Parks-Schule ab.

Quelle: Benne

Hannover.  Für Tausende von Schülern hatte Sturm „Friederike“ eine besonders unangenehme Seite: An zahlreichen Schulen in der Region Hannover fiel der Unterricht zumindest teilweise aus. Die KGS Hemmingen beispielsweise schickte die Schüler der Jahrgänge 5 bis 8 gegen 11.20 Uhr nach Hause, die älteren Schüler folgten eine Stunde darauf. Das Hannah-Arendt-Gymnasium Barsinghausen und die KGS Sehnde schickten ihre Schüler jeweils nach der sechsten Stunde heim. Zu Unterrichtsausfall kam es unter anderem auch an der Elsa-Brandström-Schule, dem Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium sowie der Helene-Lange-Schule.

An der Rosa-Parks-Grundschule in der List wurden die Eltern der rund 320 Kinder am Vormittag telefonisch darüber informiert, dass sie ihre Kinder vorzeitig aus der Schule abholen könnten. Es seien jedoch keine Schüler auf eigene Faust nach Hause geschickt worden, sagt Schulleiter Constantin Freche: „Jene, die nicht abgeholt werden konnten, haben wir in der Schule betreut.“

Viele Eltern reagieren mit Verständnis auf den Schulausfall. "Solange die Betreuung für jene Kinder gewährleistet ist, die nicht abgeholt werden können, ist das völlig in Ordnung", sagt Nicole Löhr, die ihren Sohn Paul vorzeitig von der Rosa-Parks-Schule abholte. „Für viele Eltern ist das natürlich schwierig, sie müssen ihren Tagesablauf spontan umdisponieren“, sagt Eva Endel, die ihre Tochter Marlene von der Schule holte. Mit Blick auf die Sicherheit der Kinder sei die Entscheidung der Schulleitung jedoch nachvollziehbar.

Rechtlich gilt bei „besonderen Wetterbedingungen“ ein Erlass des Kultusministeriums, nach dem die Schulleitung über eine vorzeitige Beendigung des Unterrichts entscheiden darf, wenn die Witterungsverhältnisse eine „schwerwiegende Gefährdung“ der Schüler auf dem Heimweg erwarten lassen. Allerdings müssen die Schulen in solchen Fällen die Träger der Schülerbeförderung – in Hannover beispielsweise die Üstra – umgehend informieren. Und sie müssen sicherstellen, dass Schüler, die trotz Unterrichtsausfalls in der Schule sind, beaufsichtigt werden. „Grundschüler dürfen grundsätzlich nur mit Zustimmung der Eltern nach Hause entlassen werden“, sagt Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde.

Von Simon Benne

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