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Hannover Verbrechen im Sahlkamp: Komplizierte Tätersuche
Nachrichten Hannover Verbrechen im Sahlkamp: Komplizierte Tätersuche
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00:29 13.04.2018
Der Schütze von Mitte November im Sahlkamp ist weiterhin auf freiem Fuß. Nachdem die Polizei im März zunächst einen Verdächtigen festgenommen hatte, musste sie ihn Anfang April wieder freilassen. Quelle: Christan Elsner
Hannover

 Auch zwei Wochen nach seiner Festnahme befindet der 17-Jährige, der Mitglied der kriminellen Jugendbande aus dem Sahlkamp sein soll, weiter in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Polizeidirektion dauern die Ermittlungen in dem Fall weiterhin an. „Wir suchen immer noch nach seinen Komplizen“, sagt Polizeisprecher Philipp Hasse. Der Jugendlichen wird verdächtigt, seit Ende Februar mit anderen Jugendlichen insgesamt vier Mal Passanten im Sahlkamp und in Vahrenheide mit Messern bedroht und überfallen zu haben. Bereits Mitte März hatte die Polizei sechs verdächtige Jugendliche festgenommen.

Nach einem Raub am 16. März waren die Ermittler dem 17-Jährigen auf die Spur gekommen. Nach seiner ersten Festnahme räumte er den Überfall auf zwei 16-Jährige am 23. Februar an der Stadtbahnhaltestelle Alte Heide ein. Nur wenige Tage nach seiner ersten Festnahme überfiel der 17-Jährige mit zwei Komplizen erneut Passanten. Daraufhin kam der Jugendliche wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Zu seinen Mittätern schweigt er. Sie sollen laut Polizei etwa 18 Jahre alt und sportlich sein. Einer ist etwa 1,95 Meter groß, sieht südländisch aus und hat einen Dreitagebart. Beim Überfall trug er eine dunkle Winterjacke mit Pelzkragen und eine dunkle Hose. Der Zweite ist etwas kleiner und trägt ebenfalls einen Bart. Der Gesuchte war mit einer Camouflage-Sportjacke und einer Adidas-Trainingshose bekleidet. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon (05 11) 109 33 17 entgegen.

Ein weiterer Kriminalfall aus dem Sahlkamp bleibt ebenfalls offen: die Schießerei am 13. November 2017. Mitte März hatte die Polizei einen 30-Jährigen aus der List festgenommen, er sollte die Schüsse auf den 27-Jährigen am Steigerwaldweg abgegeben haben. Der Junge Mann hatte überlebt, wurde aber schwer verletzt. Vergangene Woche kam der Verdächtige überraschend aus der Untersuchungshaft frei. Zwar waren laut Staatsanwaltschaft an der Waffe DNA-Spuren des 30-Jährigen gefunden worden, doch es waren nicht die einzigen. Und er selbst bestreitet, der Schütze gewesen zu sein. Neue Hinweise auf den wahren Täter gibt es bislang nicht.

Von Peer Hellerling

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