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Hannover 14 000 Besucher bei den Pflanzentagen
Nachrichten Hannover 14 000 Besucher bei den Pflanzentagen
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00:21 15.05.2018
Im grünen Bereich: Rund 100 Aussteller präsentieren sich an diesem Wochenende bei den Hannoverschen Pflanzentagen im Stadtpark. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 So sieht es aus, wenn dass das Geschäft floriert: Schon eine Stunde, ehe die Hannoverschen Pflanzentage im Stadtpark ihre Pforten öffnen, warten die ersten Besucher auf Einlass. Familien mit Kindern stehen ebenso wie ältere Gartenfreunde in der langen Schlange, die sich bis zum Kuppelsaal hinzieht. Viele haben Handkarren dabei. Eine Bollerwagentour, ganz ohne Vatertags(un)sitten. „Ich komme jedes Jahr hierher und hole mir Anregungen für den Garten“, sagt Claudia Stommel aus Burgdorf. „Wenn mein Bollerwagen voll ist, gehen wir wieder.“

Rund 100 Gärtnereien und Fachbetriebe aus ganz Deutschland präsentierten sich an diesem Wochenende bei den Pflanzentagen im Stadtpark den etwa 14 000 Besuchern. Die Gästezahl ist ein Fast-Allzeitrekord: Nur einmal in der 21-jährigen Geschichte waren es mehr. Aber die Auswahl ist eben auch riesig: Es gibt Tomaten und Clematis, blühende Stauden und Salate, Wasserpflanzen und Bonsai-Raritäten. Gärtnern ist vielfältig – und es ist trendy. Kleingärten sind wieder schwer en vogue, und die Pflanzentage sind für Gartenfreunde in etwa das, was das Pokalfinale für Fußballfans ist: ein fixer Termin im Jahreskreis, Highlight der Saison.

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Trend zum Pflegeleichten

Dabei kennt auch das Gartenwesen Moden: „Das ökologische Bewusstsein ist gewachsen, der Trend geht weg von der Chemie“, sagt Andreas Lachner, Rosenexperte vom Rosarium Sangerhausen. Zugleich sind heute viele Gartenbesitzer berufstätig und legen Wert auf einen pflegeleichten Garten: „Für sie gibt es Wildrosen, die wenig Aufwand erfordern – oder Hagebutten, aus denen sich auch noch Marmelade machen lässt“, sagt Lachner. Experten empfehlen Gartenfans mit wenig Zeit, schnittfähige Gehölze und Bodendecker zu pflanzen – etwa Storchenschnabel unter Flieder.

Tausende Besucher tummeln sich zwischen den Ständen, man fachsimpelt über Clematis und Stauden und darüber, wer viel Wasser braucht, wer den Schatten liebt und was gut für Bienen  ist. „Bei uns sind die Pflanzen die Stars“, sagt Gärtnermeister Andreas Otto vom städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, der die Pflanztage organisiert. Eine Zeit lang sei der Trend zu vermeintlich pflegeleichten Kiesgärten gegangen, sagt er. Doch inzwischen wollten viele Hobbygärtner wieder eine üppige Pflanzenwelt  im Garten sehen. „Viele bauen auch wieder Kartoffeln, Gemüse oder Kräuter an – sie möchten  wissen, woher ihr Essen stammt.“ In solchen Fällen ist der eigene Garten eben ganz buchstäblich die erste Adresse.

Von Simon Benne

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