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Hannover Falsche Polizisten erbeuten 34.000 Euro
Nachrichten Hannover Falsche Polizisten erbeuten 34.000 Euro
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14:29 12.09.2018
Die Trickbetrüger behaupteten, Kriminelle seien auf den Rentner aufmerksam geworden und eine Bankangestellte sei ebenfalls involviert. Quelle: dpa
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Hannover

Falsche Polizisten haben am Dienstagabend von einem Rentner 34.000 Euro erbeutet. Die Trickbetrüger hatten ihrem Opfer aus dem Stadtteil Burg am Telefon vorgegaukelt, sie hätten am Montag Verdächtige festgenommen, die eine Liste bei sich trugen – und darauf habe der Name des Rentners gestanden. „Außerdem sagte der Anrufer, dass die Festgenommenen Kontakte zu seiner Bank hätten und eine Mitarbeiterin in den Fall verwickelt wäre“, sagt Behördensprecherin Kathrin Pfeiffer. Deshalb sollte der Rentner unbedingt Geld abheben und es einem Polizisten übergeben, der es abholen komme.

Gegen 22 Uhr erschien der angebliche Polizist an der Wohnung des Seniors am Vinnhorster Weg/Ecke Altenauer Weg. Das Opfer überreichte dem falschen Beamten die 34.000 Euro, der Trickbetrüger verschwand daraufhin. „Als die vermeintlichen Ermittler das Geld nicht wie versprochen wenig später zurückbrachten, wurde der Betrogene misstrauisch und wählte den Notruf“, so Pfeiffer. Allerdings konnte die richtige Polizei die Täter bislang nicht ausfindig machen. Der sportliche Abholer ist etwa 30 bis 35 Jahre alt und ungefähr 1,80 Meter groß. Der dunkelhaarige Mann trug ein helles Hemd und Turnschuhe. Hinweise erbittet die Kriminalpolizei unter Telefon (0511) 109 55 55.

Erst Anfang August hatten falsche Polizisten 20.000 Euro von einem Ehepaar in Kleefeld erbeutet. Damals hatte der Anrufer behauptet, der Leiter der Bank der Senioren werde erpresst und wollte daher Geld vom Konto abbuchen. Die Trickbetrüger überredeten den 76-Jährigen, ihnen sein Erspartes zu übergeben. „Wir prüfen, ob es Zusammenhänge gibt“, sagt Pfeiffer.

Ausweise zeigen lassen

Gleichzeitig mahnt sie: „Echte Polizeibeamte erfragen personenbezogene Daten niemals am Telefon.“ Daher sollten Angerufene niemals Angaben zu Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten machen. Auch von Lügengeschichten oder Forderungen sollte man sich „nicht einschüchtern oder gar verängstigen lassen“, so Pfeiffer. Auch Fremde sollten keinesfalls in die Wohnung gelassen werden.

Im Zweifel könne sich jeder den Ausweis des angeblichen Polizisten zeigen lassen. Uniformierte Beamte tragen einen grünen Dienstausweis unter anderem mit Foto des Beamten und Dienstsiegel bei sich, Kriminalbeamte besitzen darüber hinaus eine ovale Dienstmarke aus Messinglegierung. Auf der Vorderseite steht „Kriminalpolizei“, auf der Rückseite sind das Landeswappen, das Wort „Niedersachsen“ und eine Nummer zu sehen.

Von Peer Hellerling

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