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Hannover Hunderte beim Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Uni
Nachrichten Hannover Hunderte beim Wirtschaftsempfang in der Leibniz-Uni
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00:29 14.04.2018
Schulterschluss zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: Uni-Präsident Volker Epping (l.) und Werner M. Bahlsen,  Präsident der Unternehmerverbände Niedersachsen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 Da ist zum Beispiel die Sache mit den Schwerhörigen. Rund 50 Prozent aller Menschen über 65 Jahre leiden unter behandlungsbedürftigem Hörverlust. „Wir arbeiten an effizienten Hörgeräten, die Abhilfe schaffen“, sagt Lukas Gerlach vom Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz-Universität. Neue Hörhilfen könnten unter anderem anhand der Augenbewegungen ihrer Träger entscheiden, welche Geräusche verstärkt werden sollen. „Bei der Entwicklung neuer Chips arbeiten wir mit Herstellern aus der Industrie zusammen“, sagt Gerlach.

Projekte wie diese standen jetzt im Mittelpunkt beim gemeinsamen Wirtschaftsempfang von Leibniz-Universität und Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN). In Hannovers Olymp der Wissenschaft, dem Lichthof der Leibniz-Uni, gaben sich dabei mehrere Hundert Besucher die Ehre – darunter Firmenchefs, Akademiker und Politiker. Unter dem Motto „Innovation leben“ probten Wirtschaft und Wissenschaft den Schulterschluss.

„Es geht darum, den Dialog weiter zu fördern und Kooperationen zu stärken“, sagte Uni-Präsident Volker Epping. Da passte es ins Bild, dass Epping der emeritierten Wirtschaftswissenschaftlerin Ursula Hansen die Ehrenbürgerwürde der Leibniz-Uni verlieh. Diese hatte 1992 das Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft aus der Taufe gehoben. Außerdem hatte sie auf dem Lehrstuhl für Markt und Konsum schon Nachhaltigkeit gefordert, als das noch exotisch war: „Sie waren Ihrer Zeit voraus“, sagte Epping in seiner Laudatio. Ursula Hansen lobte ihrerseits die Brückenschläge zwischen Forschung und Praxis – mahnte zugleich aber die Unabhängigkeit wissenschaftlicher Arbeit an.

„Es ist wichtig, die handelnden Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen“, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler. Das Land werde Technologie- und Wissenschaftstransfer im großen Stil fördern, versprach er – und kündigte die Einrichtung von acht Digitalisierungsprofessuren an. Zudem soll schon 2019 ein Landesinstitut für Digitalisierung die Arbeit aufnehmen – Niedersachsen werde dieses „mit einem zweistelligen Millionenbetrag“ fördern.

Werner M. Bahlsen, Präsident der UVN, mahnte eine engere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft an. Beide könnten voneinander profitieren: „Wir sollten alles daran setzen, bürokratische Barrieren abzubauen.“

Von Simon Benne

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