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Hannover Verein stellt Skatehalle Gleis D vor
Nachrichten Hannover Verein stellt Skatehalle Gleis D vor
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00:25 17.04.2018
In Betrieb geht die neue Skatehalle Gleis D erst im Herbst. Bei der ersten Besichtigung des Geländes probiert Julius Theissen  Rampen aus.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

 Bis die neue Skatehalle Gleis D richtig in Betrieb geht, wird es sicherlich Herbst werden. Aber dass viele Skater und Biker nur darauf warten, zeigt sich bereits Sonnabend bei der ersten öffentlichen Besichtigung des Geländes. Der  Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport steckt zwar noch mitten im Umzug von der alten Halle in Badenstedt, doch es wimmelt vor Sportlern jeden Alters, Familien, Nachbarn aus dem Gewerbegebiet und Unterstützern.  

Die Skatehalle liegt im Niemandsland zwischen Hainholz und Vahrenwald, in einem Gewerbegebiet an der Hüttenstraße direkt an den Bahngleisen. In der hoch aufragenden ehemaligen Speditionshalle rollen versierte Biker und Skater über provisorisch für den Tag aufgestellte Rampen, zeigen Tricks und Kniffe. 1500 Quadratmeter innen, 1000 Quadratmeter außen auf dem gepflasterten Vorplatz: viel Platz, den die Trendsportler mit ehrenamtlichem Einsatz nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen. Immerhin hat der Verein innerhalb von anderthalb Monaten die Zahl seiner Mitglieder auf knapp hundert verdoppelt. Zahlende Nutzer gab es in Badenstedt erheblich mehr. Nun, mit der zentraleren Lage am S-Bahnhof Nordstadt, dürfte die Nachfrage weiter steigen.

„Wichtig ist nun, dass die Politik sich im Haushalt zu dem Ort und der Sportart bekennt“, meint Bernd Jacobs, im Kulturbüro der Stadt zuständig für junge Kultur. Da der Verein während des Umbaus einige Monate überbrücken muss, will er sein Gelände für Workshops, kulturelle und soziale Events vermieten. Das Kulturbüro hat dafür ein Budget zur Förderung von Projekten reserviert. „BMX, Skaten und Graffiti, das passt zusammen“, sagt Jacobs. Er denkt daran, Streetart- und Graffitikünstler für die Innengestaltung der Halle zu gewinnen. Auch Ausstellungen sind möglich.

Strecken für Skater, Dirtbiker und BMX-Fahrer gibt es in Hannover einige. „Gemessen an der Größe der Stadt reicht das aber nicht“, urteilt Grünen-Ratsherr Mark Bindert. Seine Fraktion will sich in der Koalition für die Skatehalle einsetzen, die Platz für unterschiedliche Szene-Sportarten bieten will.  „Noch besser als mit diesem Gelände konnte der Verein es nicht treffen“, urteilt der Sportexperte der Grünen.

Mit den Nachbarn hat der Verein bereits gute Kontakte geknüpft. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) half mit einem großen Lastwagen, Rampen aus Badenstedt zu holen. „Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist überhaupt unglaublich, wie viele Leute mithelfen und Lust haben, das Gelände zu gestalten“, sagt Vereinssprecher Sascha Wolters. Zu den jüngsten Bikern gehört am Sonnabend der vierjährige Bo, der immer dann über eine Rampe rollt, wenn die Großen außer Sicht sind. Sein Vater Ramon Pareja arbeitet im Spielpark Tiefenriede, wo es eine Skateranlage gibt, und skatet selbst seit Teenagertagen. „Damals wurden wir immer weggeschickt, egal wo wir auftauchten.“ Das neue Gelände ist das, was der 36-Jährige und seine Freunde sich damals erträumt haben.

Von Bärbel Hilbig

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