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Hannover Stadt will nach Todesunfall schnell reagieren
Nachrichten Hannover Stadt will nach Todesunfall schnell reagieren
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00:47 19.05.2018
Die Unfallstelle an der Kreuzung Vahrenwalder Straße Ecke Industrieweg: Für den von einem Lkw überfahrenen Elfjährigen sind Blumen abgelegt. Quelle: Rainer-Droese (Archiv)
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Hannover

 Sichtlich angefasst hat Stadtbaurat Uwe Bodemann am Mittwoch im Bauausschuss Vorwürfe zurückgewiesen, die Stadt handele nicht schnell und entschlossen genug bei der Umgestaltung der Kreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg, an der am Abend des 18. April ein elfjähriger Radfahrer von einem abbiegenden Lkw überrollt und getötet wurde. Insbesondere vom Radfahrerverband ADFC hatte es schwere Vorhaltungen gegeben. Bodemann sagt, dass man sich an diesem Freitag zur Aussprache treffen wolle. 

Die Unfallkommission, in der Polizei, Verkehrswacht und andere Institutionen mitarbeiten, hatte der Stadt bescheinigt, dass die Ampelkreuzung den deutschen Standards entspricht und nicht zu beanstanden ist. Sie hat aber empfohlen, den Radweg dort rot lackieren zu lassen, wie der Rat es kürzlich stadtweit als neuen Standard beschlossen hat, und eine Überprüfung in Auftrag zu geben, ob die Ampelschaltung möglicherweise verbessert werden kann. 

Bodemann berichtete, dass mehrere Führungskräfte frühmorgens am Folgetag an der Kreuzung gewesen sei und sich den Ort des tragischen Unfalls anzusehen. Mit dabei waren außer ihm selbst der Leitungsstab von Tiefbauamt und Straßenverkehrsbehörde. Der Stadt sei der furchtbare Unfall, bei dem eine Mutter ihr Kind hat sterben sehen, nicht egal: „Das hat uns alle betroffen gemacht, deshalb müssen wir gemeinsam reagieren.“ 

Sofort nach Vorliegen des Berichts der Unfallkommission habe die Verwaltung begonnen, die Überprüfung der Ampelschaltung auszuschreiben. Das dauert zwar, „aber dazu zwingt uns das Haushaltsrecht“, sagt Bodemann. Ziel der Überprüfung ist, zu schauen, ob möglicherweise Rechtsabbieger kein Grün mehr bekommen sollen, wenn Radfahrer und Fußgänger queren dürfen. Zudem solle der Radweg auf der Kreuzung „zeitnah“ rot angemalt werden, sagt Bodemann. ADFC-Mitglieder hatten der Stadt vorgeworfen, dass sie nicht alle entsprechenden Ampelschaltungen längst sicherer gemacht hat und die roten Markierungen nicht schon fertig sind. 

Von Conrad von Meding

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