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Hannover Hannoveraner marschieren gegen Zwangsprostitution
Nachrichten Hannover Hannoveraner marschieren gegen Zwangsprostitution
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00:15 17.10.2017
Schwarz gekleidete Menschen laufen stumm durch die Innenstadt und demonstrieren mit dem 'Walk for Freedom' gegen Menschenhandel. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Eine lange Menschenkette bahnte sich am Sonnabend ihren Weg durch die volle Innenstadt. Stillschweigend, in schwarz gekleidet und mit zugeklebten Mündern liefen die 127 Teilnehmer des Walk for Freedom an Passanten und Fußgängern vorbei. Mit der Aktion wollten sie ein Zeichen gegen Menschenhandel, moderne Formen der Sklaverei und Zwangsprostitution setzen.

„Zwangsprostituierte und Opfer von Menschenhandel haben keine Stimme, sie können sich nicht wehren“, sagt Annabel Garms vom Veranstalter, der weltweit agierenden Organisation A 21 und deren lokaler Untergruppe „Kirche für das 21. Jahrhundert“ in Wunstorf. „Darauf wollen wir aufmerksam machen“, sagt die Sozialarbeiterin.

Ordnerin Alissa Blumenscheit läuft zwar mit, ihr reichte der stille Protest aber nicht aus. Sie hat einen Song geschrieben. „Es sind so viele Menschen betroffen. Das bricht mir das Herz“, sagt die 25-jährige Erzieherin. Sie singt über die Frauen, denen man ihr Schicksal nicht sofort ansieht und die doch so dringend Hilfe brauchen. „Die Gesellschaft muss davon erfahren“, sagt sie.

40 Millionen Menschen weltweit leben nach Angaben der Vereinten Nationen in modernen Formen der Sklaverei, ein Viertel davon sind Kinder. Nur ein Prozent der Opfer werde befreit.  

„Auch mein Land kämpft gegen dieses Problem“, sagt Rohullah Zuhuri. Der 17-jährige Afghane ist erst seit eineinhalb Jahren in Deutschland. „Mir war es wichtig, dabei zu sein und zu zeigen, dass wir einander helfen“, sagt der Schüler.

Hannover gehört zu den bundesweit 16 Städten, in denen am Sonnabend Menschen zum Walk for Freedom auf die Straße gingen.

Von Andrea Brack

Zwei Schlägereien zwischen Hannover-96-Hooligans und Eintracht-Frankfurt-Anhängern musste die Polizei am Sonnabend auflösen. In der Oststadt trafen am Mittag etwa 80 Randalierer aufeinander, nach wenigen Minuten löste sich die Schlägerei wieder auf. Am Schützenplatz und in der Ohestraße setzte die Polizei weitere 70 Ultras fest.

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