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Hannover Hannovers größtes Baugebiet Kronsberg-Süd beschlossen
Nachrichten Hannover Hannovers größtes Baugebiet Kronsberg-Süd beschlossen
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00:47 19.05.2018
So soll das Neubaugebiet Kronsberg-Süd aussehen. Quelle: ASTOC-Architekten Kölln / West 8
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Hannover

 Ende 2016 hat der Rat beschlossen, das Neubaugebiet Kronsberg-Süd mit 3500 Wohnungen zu erschließen –an diesem Mittwoch nun ist der letzte Beschluss zum Bebauungsplan gefasst worden. Ratspolitiker fast jeder Coleur lobten im Bauausschuss das Tempo, das die Stadtverwaltung bei dem Projekt vorgelegt hat. „Hut ab“, sagte SPD-Baupolitiker Lars Kelich und strich vor allem die ungewöhnlich intensive Bürgerbeteiligung heraus, die es dort gegeben hat. „Mit dem Kronsberg werden wir noch vor der Wasserstadt fertig“, unkte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Die Wasserstadt Limmer, Hannovers zweitgrößtes Neubaugebiet, kommt nicht ganz so schnell voran – allerdings mussten dort zwölf Jahre lang Industriebrachen abgerissen und Böden entkontaminiert werden. 

Einzig AfD-Ratsherr Reinhard Hirche stimmte gegen den finalen Satzungsbeschluss des Kronsberg-Bebauungsplans. Er monierte, dass Naturflächen zerstört würden, um „Wirtschaftsflüchtlingen und Taugenichtsen“ Wohnungen zu bauen. SPD-Mann Kelich ließ sich auf eine kurze Debatte ein, die aber zu keinem Ergebnis führte. 

Das Neubaugebiet ist die südliche Erweiterung der Expo-Siedlung, die im Jahr 2000 fertiggestellt worden ist. Etwa drei Viertel der Grundstücke sind schon an lokale und überregionale Wohnbauunternehmen verkauft. CDU-Politiker Felix Blaschzyk monierte, dass die Wohnpreise im neuen Bauabschnitt zu hoch würden, weil die Stadt zu viele Auflagen für Gestaltung und Energieeinsparung gemacht habe. Die Firmen hätten Kröten schlucken müssen. Stadtbaurat Uwe Bodemann widersprach: Es seien freie Vertragsverhandlungen gewesen, denen die Unternehmen freiwillig zugestimmt hätten. 

Baustart für die ersten Straßen soll noch in diesem Jahr sein. Vielleicht schon 2020 könnten die ersten Wohnungen bezogen werden.              med

Von Conrad von Meding

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