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Hannover  So magisch war Hans Klok im Theater am Aegi
Nachrichten Hannover  So magisch war Hans Klok im Theater am Aegi
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00:16 03.03.2018
Hans Klok bezaubert im Theater am Aegi. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

 Artisten tanzen über die Bühne, mit übergroßen Scheren schneiden sie einer Tänzerin den Oberkörper ab. Ein tiefes unheimliches Lachen ertönt, Blitze auf einer Videowand erleuchten den Saal im Theater am Aegi. Magier Hans Klok aus Holland begrüßt sein Publikum. Der größte Trick der Show sei, Deutsch zu sprechen, erklärt Klok. Mit einer Beschreibung seiner selbst sorgt er gleich für den nächsten Lacher im Publikum: „Ich spreche Deutsch wie Rudi Carell und sehe aus wie Linda de Mol.“ 

Neue Show „House Of Mystery“

Zwei Jahre lang hat Klok an seiner neuen Show „House Of Mystery“ gearbeitet. Er selbst ist dabei Protagonist in einer Geschichte rund um das Haus des fiktiven Illusionisten Alfredo Cordoni. Cordoni lockte andere Magier in sein Anwesen: So kam er an die bekanntesten Tricks, die Cordoni in einem Buch festhielt. Klok will der mysteriösen Geschichte auf den Grund gehen und das Buch finden. Auf der Suche durch das gruselige „House of Mystery“ begleiten ihn atemberaubende Illusionen, Tricks und Akrobaten.

Viele Klassiker 

Neben großen Lichteffekten beginnt der Abend aber mit Klassikern – Kartentricks funktionieren eben immer. Dann wird es für mehrere Artisten ernst: Sie sollen sich in Kisten stellen. Klok zückt eine Säge und zerstückelt die Körperteile gnadenlos: Es bleiben nur noch die Füße und der Kopf übrig. Klok selbst bleibt allerdings auch nicht verschont: Er setzt sich in eine Box und drei Männer aus dem Publikum rammen, angefeuert von einer Darstellerin, unzählige Schwerter in die Box.

Verblutet Klok in der Kiste? Nein, er kann sich aus seinem Gefängnis befreien und als wäre nichts gewesen springt er aus der Box. Eine Orgel spielt dramatische Musik, während eine Frau auf einem Thron plötzlich verschwindet und ihr Platz von einer lebendigen Puppe eingenommen wird, die über die Bühne tanzt.  Klok kann aber auch ruhiger: Das Kaninchen aus dem Zylinder – Stichwort Klassiker – darf natürlich nicht fehlen. 

Die angekündigte Rahmenhandlung, die Suche des Buches in dem „House of Mystery“, rückt bei den Tricks etwas in den Hintergrund. Nur stellenweise wird auf die Handlung eingegangen, die Zuschauer erwartet in der Show keine tiefsinnige Geschichte. Vielmehr ist sie eine Aneinanderreihung verschiedener zweifellos sauber ausgeführter Tricks. 

Ruhige Highlights

Ein Höhepunkt des Abends kommt aber ohne Beteiligung Kloks aus. Das Duo „La Vision“ aus der Ukraine begeistert das Publikum mit Hebeakrobatik. Scheinbar mühelos und mit einer unvorstellbaren Kraft halten sich die Artisten über dem Boden. Ebenso für Verblüffung sorgt eine Glühbirne, die Klok durch den Saal schweben lässt, ohne sie dabei zu berühren – simple, aber beeindruckende Magie. Und auch sonst erinnert das Programm mit Hula Hoop-Einlage und Lasershow an seine Vorbilder aus Las Vegas. 

Finale mit Trickfeuerwerk in fünf Minuten

Zum Finale fährt Klok noch einmal schwere Geschütze auf – immerhin bezeichnet er sich als schnellsten Illusionisten der Welt. Der Geist des verstorbenen Magiers Alfredo Cordoni fordert Klok auf, 15 Tricks in fünf Minuten zu absolvieren – nachdem der Holländer das gesuchte Buch mit Cordonis Tricks gefunden hatte. Im Blitztempo zaubert er den Darstellerinnen neue Kleider über den Körper und lässt Artisten verschwinden. Kaum hingucken kann man, als Klok Fackeln in eine Kiste stößt, in der eine Darstellerin sitzt. Umso größer die Erleichterung danach, die Artistin ist wohl auf. Auf die letzte Sekunde ist der Trick geschafft und Luftschlangen fliegen durchs Publikum. Die Zuschauer sind begeistert und beklatscht stehend die Künstlerinnen und Künstler des Abends. 

Für die Show am Mittwoch (20 Uhr) im Theater am Aegi gibt es noch Restkarten.

Von Maximilian Hett

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