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Hannover Neues Shakespeare-Musical von Kunze/Lürig  
Nachrichten Hannover Neues Shakespeare-Musical von Kunze/Lürig  
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00:17 01.02.2018
Wie es euch gefällt: Heinz Rudolf Kunze (l.) und Heiner Lürig mit Hauptdarstellerin Merle Hoch. Quelle: jub
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Hannover

Klimawandel? Ja, vielleicht hat es auch ein bisschen mit dem Klimawandel zu tun, dass das neue Musical von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig nicht im Gartentheater Herrenhausen übe rdie Bühne geht, sondern im wettersicheren Theater am Aegi. Im Garten agieren mittlerweile andere, und mit den verringerten Platzkapazitäten ist das Stück nach Ansicht von Produzent Michael Lohmann (Hannover Concerts) dort ohnehin nicht fiannzierbar. Was die beiden Autoren aber nicht davon abhält, das vierte Shakespeare-Stück auf den Weg zu bringen. Nach dem „Sommernachtstraum“, „Was ihr wollt“ und dem eher düsteren „Sturm“ wird es nun „Wie es euch gefällt“. Vom 2. bis 25. August wird es 15 Vorstellungen geben. Gestern haben die beiden Autoren erste Details über ihre Version des Verwirrspiels im Wald verraten. „Ich war immer ein Fan des Theaters am Aegi“, sagt Kunze. Vorteil: Es lasse sich nun Tag und Nacht inszenieren. Im Gartentheater sei es in der ersten Hälfte immer hell gewesen, auch bei Nachtszenen. Da kann trotz des scherzhaft ins Spiel gebrachten Klimawandels unterm Aegi-Dach nichts reinregnen. 

Kunze und Lürig, die seit 15 Jahren für die Musicaladaptionen der Shakespeare-Stücke stehen, können die Sache einigermaßen entspannt angehen. Text und Musik sind komplett fertig, und das strenge Zusammenkürzen der üppigen shakespearschen Länge fiel diesmal nicht so schwer, denn, so Kunze, „man konnte einfach viel weglassen, man musste es sogar“. Das Stück habe viele „spezielle Witze, wenn ich die übersetzt hätte, wäre für jeden Zuschauer ein Handbuch erforderlich gewesen“. So konnte sich Komponist Lürig darüber freuen, die Musik in einem Rutsch schaffen zu können. In Anspielung auf die schon legendäre Arbeitsweise Kunzes sagte er schmunzelnd: „Ich musste nicht vorm Faxgerät sitzen und warten, bis der nächste Schwung kommt. Es war alles auf einmal da.“ Das Akkordeon nehme einen wichtigen Platz im musikalischen Spektrum ein, die Musiker sollen, auch das ist eine Neuerung, auf der Bühne agieren und auch mal Teil der Handlung sein, statt hinter dem Vorhang oder im Orchestergraben zu verschwinden. 

Im Juli beginnen die Proben unter der Leitung der hannoverschen Regisseurin und Choreografin Renate Rochell, die ein „Familienstück“ inszenieren will, das den Wald als starkes Symbol für das Suchen nach Freiheit von Regeln und Konventionen in den Mittelpunkt rücke. Autur Kunze geht in seiner Einschätzung sogar noch weiter: „Ich würde das Stück als Kassperletheater für Erwachsene bezeichnen, aber nur, wenn man den Begriff Kasperletheater ernst nimmt.“

Die Hauptrolle übernimmt Schauspielerin Merle Hoch, ebenfalls Hannoveranerin, die zuletzt in Hamburg und Stuttgart die Jane im Disney-Musical „Tarzan“ spielte und nun die Rosalinde gibt, mithin für Kunze „die stärkste Frauenfigur, die ich je geschrieben habe“. Und Produktionsleiter Jürgen Hoffmann ist mit dem Casting sehr zufrieden: Es haben sich viele Gute vorgestellt, und wir haben von den Guten die besten rausgesucht.“ Neben Hoch und Oliver Morschel als Orlando spielt auch Michael Westphal mit, der bereits in früheren Produktionen dabei war. Auch Hoch hatte schon Gastauftritte, sogar „eine tragende Rolle“: Sie durfte beim Sommernachtstraum einen Tisch auf die Bühne schleppen. 

Die Tickets für alle 15 Vorstellungen sind bereits im Verkauf – an allen HAZ-Ticketshops. 

Von Uwe Janssen

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