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Hannover Diskussion über Umbenennung geht in neue Runde
Nachrichten Hannover Diskussion über Umbenennung geht in neue Runde
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15:15 16.10.2018
Um einen Umbenennung der Hindenburgstraße wird heftig gestritten. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Der Streit um einen neuen Namen für die Hindenburgstraße geht in die nächste Runde. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Wilfried Engelke (FDP) lädt am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, zur Bürgerdiskussion in die Friedenskirche, Schackstraße 4, ein. Vertreter aller Parteien im Bezirksrat werden ihre Positionen darlegen, zudem wird Karljosef Kreter, zuständig bei der Stadtverwaltung für Erinnerungskultur, historische Hintergründe erläutern. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Es dürfte hoch hergehen bei der Debatte, denn der Unmut ist bei vielen Anwohnern groß.

Der Bezirksrat Mitte hatte mehrheitlich auf Initiative der SPD beschlossen, der Hindenburgstraße einen neuen Namen zu geben. Paul von Hindenburg sei ein Steigbügelhalter Hitlers gewesen, lautete der Tenor der Argumentation. Damit schloss sich der Bezirksrat der Empfehlung eines städtischen Beirats, der regelmäßig Vorschläge für Straßenumbenennungen abgibt.

Anwohner der Hindenburgstraße protestierten gegen den Beschluss des Bezirksrats. Die CDU, mit ihrer Landesgeschäftsstelle zugleich Anliegerin der Hindenburgstraße, schloss sich dem Widerstand an. Der Immobilienunternehmer Gregor Baum, aufgewachsen im Hindenburgsviertel, äußerte in einer Bezirksratssitzung seinen Unmut. Zuletzt entfernten Unbekannte Straßenschilder an mehreren Stellen der Hindenburgstraße.

Derweil könnten weitere Umbenennungswünsche für Zündstoff sorgen. Der städtische Beirat wird am 1. November eine neue Liste von Empfehlungen vorlegen. Die Liste befindet sich unter Verschluss und wird der Ratspolitik zunächst in vertraulicher Sitzung präsentiert. Spekulationen, welche Straßen betroffen sind, schießen schon jetzt ins Kraut. Könnte der Trammplatz auf der Liste stehen?

Vor fünf Jahren geriet der ehemalige Oberstadtdirektor Heinrich Tramm ins Zwielicht. In einer historischen Ausstellung zum Rathausgeburtstag wurde Tramm als „Wegbereiter der NS-Diktatur“ bezeichnet. Die Wellen schlugen hoch, die Ratspolitik wünschte sich mehrheitlich eine historische Überprüfung. Am Ende wurde der Trammplatz nicht angetastet, doch eine Unsicherheit bleibt. Der Trammplatz findet sich nicht auf der Liste der „beizubehaltenden Straßennamen“, die der Beirat veröffentlicht hat.

Von Andreas Schinkel

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