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Hannover Schullandheime sind wieder gefragt
Nachrichten Hannover Schullandheime sind wieder gefragt
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00:38 26.05.2018
Das Schullandheim Riepenburg der Region Hannover bei Hameln. Quelle: HAZ/Archiv
Hannover

Die Schullandheime der Region Hannover befinden sich im Aufwärtstrend: Die Belegungszahlen sind im Jahr 2017 weiter gestiegen. Die drei Häuser zählten insgesamt rund 34.400 Übernachtungen und damit 3,75 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 43 Prozent. In früheren Jahren pendelte sie teilweise nur bei 30 Prozent, entsprechend hoch war der Zuschussbedarf. Deshalb hatte es zwischenzeitlich Debatten um die Zukunft der Heime gegeben.

„Die Investitionen und die Ausdauer haben sich gelohnt“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover. Und die Region will die Attraktivität der einzelnen Schullandheime weiter steigern. In den kommenden Jahren investiert sie mehr als vier Millionen Euro in eine verbesserte Qualität der Standorte. Die positive Entwicklung hat bereits 2016 eingesetzt. Bei 42 Prozent Auslastung sank damals der Zuschussbedarf auf 250.000 Euro und damit von 14 Euro pro Nacht auf nur noch 7,50 Euro.

2017 haben alle drei Schullandheime zugelegt. In Torfhaus im Harz (115 Betten) gab es rund 16.000 Übernachtungen. „Das Schullandheim wird aufgrund seiner geografischen Lage immer stärker auch ganzjährig angefragt“, sagt Dorothée Rhiemeier, Leiterin des Fachbereichs Schulen der Region Hannover. 2015 lag Torfhaus noch bei 10.160 Übernachtungen. Die Region hat kräftig investiert. Das neugestaltete Dachgeschoss lässt sich flexibler belegen, Seminar- und Unterrichtsräume machen das Haus für Fortbildungen attraktiv. Daher kann die Region nicht durch Schulen nachgefragte Zeiten wie Ferien und Wochenenden deutlich besser vermarkten.

Das Schullandheim Riepenburg bei Hameln zählte 2017 mit seinen 75 Betten 10.520 Gäste – ein Plus von 4,19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2015 gab es nur 9.300 Übernachtungen. Bei Schulen aus der Region Hannover ist die Riepenburg besonders beliebt. Das Haus liegt direkt am Waldrand im Naturschutzgebiet – ohne direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. 74 Prozent der Gäste reisen aus der Region an, mehr als die Hälfte sind Schüler, oft aus Grundschulen.

In Nieblum auf Föhr, mit 54 Betten das kleinste Landheim der Region, haben 2017 rund 7.800 Gäste übernachtet. Aktuell lässt die Region dort für zwei Millionen Euro ein neues Seminar- und Gästehaus bauen. „Mit der Fertigstellung im kommenden Jahr erwarten wir eine weitere positive Entwicklung der Übernachtungszahlen“, sagt Rhiemeier.

Von Bärbel Hilbig

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