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Hannover „Der Steintorplatz braucht einen Eyecatcher“
Nachrichten Hannover „Der Steintorplatz braucht einen Eyecatcher“
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00:21 15.09.2018
„Ein Trauerspiel“: Eiscafébetreiber Massimo Dall’ Asta am Gänselieselbrunnen. Quelle: Meding
Hannover

Kaum einer kennt den Steintorplatz so gut wie Eiscafébetreiber Massimo Dall´Asta. Im HAZ-Interview sagt er, was er sich fr die Zukunft der Fläche vorstellt.

Herr Dall`Asta, die Pläne für eine Bebauung, die ihr Café verdrängt hätten, sind vom Tisch. Sind Sie zufrieden?

Sehr! Wir brauchen hier keine Bebauung. Hannover hat genug Einkaufsmöglichkeiten und Büros. Das Steintor gehört den Hannoveranern. Wir wollen den Platz nicht verhökert wissen an irgendwelche Investoren, die ihre Aktionäre in London oder Dubai damit glücklich machen.

Jetzt mehren sich die Stimmen, die zusätzliche Gastronomie auf der Fläche wünschen – das könnte Konkurrenz für Sie bedeuten.

Damit habe ich kein Problem. Ich fände eine Belebung der Fläche gut, etwa mit einem Viktualienmarkt nach Münchener Vorbild, wie es vorgeschlagen wurde. Man könnte auch den Bauernmarkt herholen, der derzeit an der Marktkirche aufgebaut wird. Und wenn es ein zweites Café geben sollte, dann würde ich das gerne auch selbst betreiben.

Was braucht der Platz?

Auf jeden Fall muss die schräge Anlage weg: Die Fläche muss eben sein und gut gepflastert. Die großen, gemauerten Pflanzkübel werden ohnehin nur als Urinale genutzt, sie müssen ebenso weg wie die Mauer zur Münzstraße. So schafft man eine klare Achse von der Fußgängerzone zur Langen Laube. Auch zum Goseriedeplatz muss die Verbindung besser werden.

Zur Debatte steht auch eine Begrünung.

Da bin ich dagegen. Das ist sehr pflegeintensiv, das funktioniert nur, wenn die Stadt sich täglich intensiv kümmert. Ich denke vielmehr: Hier muss ein Eyecatcher her, ein Treffpunkt, etwas Besonderes: So etwas wie die Nanas am Leibnizufer oder das Ernst-August-Reiterstandbild vorm Hauptbahnhof. So hätten die Leute einen Orientierungspunkt, den sie ansteuern könnten.

Es gibt ja schon den Gänselieselbrunnen. Die Stadt wollte ihn auf den neuen Goseriedeplatz verpflanzen, wo er historisch eher hingehört – aber so richtig geht es damit nicht voran.

Der Gänselieselbrunnen ist ein Trauerspiel! Seit Jahren ist er nicht mehr in Betrieb. Ich hatte gemeinsam mit den Marktschreiern mal eine Patenschaft dafür übernommen und bezahlt, damit das Wasser fließt. Aber jetzt ist er offenbar defekt, und niemand kümmert sich. Auch das ist irgendwie symptomatisch für den Steintorplatz: Er hat große Potenziale, aber alles kommt hier in die Jahre, wird schlecht gepflegt und rottet vor sich hin. Ich freue mich, dass jetzt endlich etwas zur Erneuerung unternommen werden soll.

Von Conrad von Meding

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