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Hannover Lina Larissa Strahl über elternfreie Zonen und Lampenfieber
Nachrichten Hannover Lina Larissa Strahl über elternfreie Zonen und Lampenfieber
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00:17 01.07.2018
Lina Larissa Strahl bei ihrem Konzert im Capitol. Kleines Bild: Armin und Charlotte Rott beim Telefoninterview. Quelle: Franson/Privat
Hannover

Für die zehnjährige Charlotte aus der Oststadt ist es am Sonnabend das erste Live-Konzert des Lebens: Ihr Vater Armin Rott (48) begleitet sie zum Auftritt von Lina Larissa Strahl (20) auf der Gilde-Parkbühne. Für uns haben die beiden ein Telefoninterview geführt mit der Sängerin, die durch den Contest „Mein Song“ und die Bibi-und-Tina-Verfilmung bekannt geworden ist und jetzt ihre dritte Tour absolviert – über Elternbegleitung auf Konzerten, über Schulnoten und das Leben als Popmusikerin.

Charlotte: Für mich wird es mein erstes Konzert – wie ist es denn so bei einem Auftritt, bei dem auch viele Eltern mitkommen? Werde ich etwas sehen, müssen also die Erwachsenen dann hinten stehen?

Lina: (Lacht) Es wäre natürlich schlau von den Eltern, wenn sie sich etwas weiter nach hinten stellten und den kleineren Personen den Vortritt ließen. Als wir jetzt vor zwei Monaten auf Tour waren, hatten wir vorne eine abgesperrte elternfreie Zone. Da durften dann nur die Teenies und Kinder rein, die Eltern mussten hinter der Absperrung stehen. So konnten dann aber alle sehen.

Charlotte: Hast Du vor einem Auftritt denn oft Lampenfieber?

Lina: Ich bin auf jeden Fall sehr aufgeregt. Wenn eine Tour neu anfängt, bin ich natürlich besonders nervös. Aber es stellt sich dann auch Routine ein, wenn man merkt: Man kann sich auf sich verlassen. Es kommt auch sehr darauf an, was für ein Publikum da vor einem steht. Am Sonnabend werde ich zum Beispiel sehr aufgeregt sein. Es ist tatsächlich etwas anderes, ob man in der Heimatstadt spielt oder in Stuttgart oder Dresden. In der Heimatstadt beurteilen einen die Leute auch mehr, nach dem Motto: „Mal gucken, was aus der geworden ist!“ (lacht). Davor habe ich so ein bisschen Angst. Aber in der Heimatstadt kommen auch viele Verwandte. Das ist dann so ein Extra-Ding, bei dem man besonders aufgeregt ist.

Charlotte: Du wurdest ja bei einer Casting-Show entdeckt. Bist Du denn heute eher Sängerin oder Schauspielerin?

Lina: Ich würde mich als Sängerin bezeichnen, die auch schauspielt, und nicht umgekehrt. Die Musik ist quasi immer das, wofür mein Herz schlagen wird.

Charlotte: Und spielst Du auf dem Konzert dann nur Lieder von Deiner neuen Platte oder auch die von der alten?

Lina: Ich spiele beides.

Armin: Aber keine Lieder aus den Bibi-und-Tina-Filmen?

Lina: Nein. Die Musik von mir hatte ja noch nie etwas mit Bibi und Tina zu tun. Und ich muss sagen, selbst auf der ersten Tour vor zwei Jahren hatten eigentlich nur noch die Eltern gefragt, ob noch etwas von Bibi und Tina kommt. Die Kids waren da gar nicht so auf dem Sprung, die tragen ja auch Lina-T-Shirts und nicht Bibi-T-Shirts.

Armin: Wir konnten uns für das Gespräch ja nicht persönlich treffen, weil Sie trotz Tourneestart schon wieder im Studio sind. Wir dachten, eine Sängerin steht abends auf der Bühne, feiert die ganze Nacht und schläft sich tagsüber aus?

Lina: Momentan wird ja gerade mein Album fertiggestellt. Da stehe ich morgens auf, gehe ins Studio, singe bis abends die Songs ein. Nachts fahre ich oft zum nächsten Konzertort. Das ist auf jeden Fall ein Fulltime-Job. Feiern ist sowieso nicht drin – dafür bin ich ohnehin nicht so der Typ. Wenn ich nach jedem Auftritt noch feiern würde, dann wäre der nächste Auftritt nicht so gut. Ich geh dann ins Bett und schlafe.

Armin: Das klingt aber sehr vernünftig. Das hört man als Eltern ja gerne. Noch eine Elternfrage: Ich mag Ihre Musik selber ganz gerne, könnte mir aber vorstellen, dass andere Väter und Mütter genervt sind, wenn Sie mit ihren Töchtern auf das Konzert müssen.

Lina: Ich glaube das eigentlich nicht. Die meisten finden es cool oder zumindest ganz in Ordnung. Und wenn die Tochter oder Sohn glücklich ist, dann ist man ja selbst auch glücklich, hoffe ich zumindest. Aber viele kommen ja auch ohne ihre Eltern. Die Eltern kommen ja eher mit den Neun- und Zehnjährigen, für die ist es dann häufig das erste gemeinsame Konzert, und das ist dann natürlich auch aufregend.

Armin: Das Konzert heißt „School’s Out“ – das passt gut, denn Charlotte hat heute ihr letztes Grundschulzeugnis bekommen.

Charlotte: Warst Du eigentlich gut in der Schule?

Lina: Ich denke, ich war schon ziemlich gut in der Schule, weil ich gern in der Schule war. Und ich denke, solange man den Spaß daran behält und wirklich gerne hingeht und dem Unterricht folgt und sich das eine oder andere noch mal anguckt, dann kann man das ganz gut schaffen durch die Schule zu kommen.

Armin: Und haben Sie ein gutes Abi gemacht?

Lina: Ja schon. 1,9.

Charlotte: Ich habe gelesen, dass Du in der 5. Klasse das erste Mal eine Band gegründet hast, hättest Du da Tipps für mich?

Lina : Es waren damals einfach die richtigen Freunde zum richtigen Zeitpunkt. Wir hatten Lust, Musik zu machen und Songs zu schreiben. Wir haben damals Hannah Montana und all die Disney-Serien geguckt, wo das ja auch so gehypt wird mit dem Singen. Wir haben das dann selbst gemacht. Ob das nun gut war oder auch nicht: Hauptsache Spaß. Mein Tipp: Wenn Du da Lust darauf hast, musst Du Dir einfach Leute suchen und loslegen.

School´ out“: Das Konzert von Lina Larissa Strahl auf der Gilde-Parkbühne beginnt am Sonnabend um 18.30 Uhr, Tickets gibt es noch im Vorverkauf zu 38.80 Euro und an der Abendkasse für ...

Von Charlotte (10) und Armin Rott

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