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Hannover Italienischer Markt kommt in den alten Güterbahnhof
Nachrichten Hannover Italienischer Markt kommt in den alten Güterbahnhof
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00:15 29.09.2017
Von Andreas Schinkel
Vom alten Hauptgüterbahnhof stehen teils nur noch Reste der Hallen – nun soll der italienische Fachmarkt des Hamburger Unternehmens Andronaco neues Leben reinbringen. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

2600 Quadratmeter vermietet der Eigentümer der Halle, das Immobilienunternehmen Aurelis, an Andronaco. Verträge sind bereits unterzeichnet, ab Herbst 2018 sollen der Verkauf von italienischen Produkten und der Betrieb eines Bistros starten.

Interesse meldete Andronaco bereits vor einigen Jahren an, doch im Sommer 2016 sprang das Hamburger Unternehmen überraschend ab. Gründe wurden offiziell nicht genannt, hinter den Kulissen hieß es aber, dass inzwischen andere Standorte eine höhere Priorität genössen, etwa die Hamburger Hafencity.

„Wir haben das Interesse am ehemaligen Güterbahnhof in Hannover nie verloren“, sagt Katharina Notaro, Sprecherin von Andronaco. Genehmigungen seitens der städtischen Behörden hätten sich aber sehr lange hingezogen, und so habe man zunächst eine neue Filiale in Hamburg eröffnet.

„Wir werden in Hannover einen Supermarkt, eine Abteilung für den Großhandel und ein Bistro einrichten“, sagt Notaro. An einer Frischetheke werde italienischer Käse und Aufschnitt verkauft. 600 verschiedene Nudelsorten und 1200 unterschiedliche Weine habe Andronaco im Angebot. „An Wochenenden werden wir Weinproben veranstalten“, sagt Notaro. Zwar sei man kein Discounter, biete aber auch günstige Speisen und Getränke an. „Im Bistro wird es preiswertes Essen mit Selbstbedienung geben“, sagt die Sprecherin.

Die riesige Bahnhofshalle steht derzeit weitgehend leer, am südlichen Ende hat die Deutsche Post ein Briefverteilzentrum und eine Postfachanlage eingerichtet. Den Mietvertrag mit der Post hat Eigentümer Aurelis jetzt verlängert. Nördlich der Bahnhofshalle steht seit Kurzem ein Sortierzentrum des Paketdienstleisters DHL.

Ursprünglich umfasste die alte Bahnhofshalle am Weidendamm 38.000 Quadratmeter. Zur Expo in Hannover im Jahr 2000 präsentierte der Künstler Gerhard Merz dort eine spektakuläre Lichtinstallation. Jahrelang blieb das Gelände ungenutzt; es diente lediglich als Rückzugsort für Drogensüchtige und Prostituierte. Vor zwei Jahren ließ Aurelis etwa die Hälfte des Gebäudes abreißen, um die Immobilie besser vermarkten zu können.

Im kommenden Jahr dürfte es einen Entwicklungsschub für das Areal geben. „Weitere Mieter aus den Segmenten Sport, Freizeit und Büro werden folgen. Die Entwicklung hat richtig Fahrt aufgenommen“, sagt Torsten Wollenberg, Leiter der Region Nord bei Aurelis. Die städtischen Behörden werden darauf achten, dass die Konkurrenz für Gewerbetreibende in der Nordstadt nicht zu groß wird.

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