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Hannover Hannovers Narren feiern später
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00:18 11.11.2018
Sie starten pünktlich in die Session: Die Lindener Narren in ihrem neuen alten Vereins-Bulli. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

In der Welt der Narren ist es ein festes Datum: Am 11. November wird die fünfte Jahreszeit eingeläutet. Darum starten am kommenden Sonntag auch die niedersächsischen Karnevalisten in ihre Session. Ob in Braunschweig, Celle, Oldenburg oder Osnabrück – landauf, landab übernehmen sie in den Rathäusern das Ruder. Nicht so in Hannover. Die hiesigen Faschingsfreunde müssen sich noch sechs weitere Tage gedulden: Erst am Sonnabend, 17. November, ist es so weit: Dann werden die Jecken von der Leine die Freitreppe im Neuen Rathaus stürmen und vom Oberbürgermeister symbolisch den Stadtschlüssel in Empfang nehmen – immerhin pünktlich um 11.11 Uhr .

Dass der karnevalistische Kalender in Hannover anders aussieht, ist auf einen Beschluss des Komitees Hannoverscher Karneval (KHK) zurückzuführen. Demnach startet die närrische Zeit hier stets an einem Sonnabend – damit die Narren genug Zeit zum Feiern und am Folgetag genug Zeit zum Ausschlafen haben. Das ist schon seit der Komiteegründung anno 1974 so. „Wir sind hier nun mal nicht im Rheinland, wo die Arbeitgeber den Narren einfach frei geben“, sagt Ronny Jackson, amtierender Präsident des KHK, zu dem elf Vereine gehören. Vor zehn Jahren habe man sich zudem entschlossen, die Session stets am ersten Sonnabend nach dem 11. November auszurufen – es sei denn dieses Datum fällt ohnehin auf einen Sonnabend.

Im vergangenen Jahr konnten die hannoverschen Narren einen Volltreffer landen: Der 11. November war ein Sonnabend. Doch das lässt sich eben nicht jedes Jahr so buchen. Ein Sonntagstermin wie in diesem Jahr sei eigentlich gar nicht so schlecht, muss Jackson zugeben. Doch am Sonntag herrsche Ruhetag im Rathaus. Außerdem sei am Abend des Sturm-Tages immer die Prunksitzung – und dann müssten die Narren am Montag unausgeschlafen zur Arbeit gehen. Dass unter Karnevalisten der 11. November schon seit dem 19. Jahrhundert Tradition hat, interpretieren die hiesigen Narren dann eben etwas weitreichender.

Die Lindener Narren, nicht im KHK organisiert, sind so gesehen traditionsbewusster: „Wir feiern immer am 11. November, egal welcher Wochentag ist“, sagt Sprecherin Dinah Wicke. Konsequent fällt der Startschuss darum nun am Sonntag um 11.11 Uhr im Narrhalla, Konrad-Hänisch-Straße 3b, mit einem großen Showprogramm und vielen Ehrengästen; der Eintritt ist frei. Die Gäste können auch erstmals den Bulli T2b-Kombi, Baujahr 1977, in den Vereinsfarben Blau-Weiß bewundern, mit dem die Lindener Narren fortan zu Auftritten unterwegs sind. Es ist eine langfristige Leihgabe der Oldtimer-Abteilung von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Von Juliane Kaune

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