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Hannover So rockt Nena die Gilde-Parkbühne
Nachrichten Hannover So rockt Nena die Gilde-Parkbühne
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21:50 29.05.2018
Mit ihrer „Nichts Versäumt“-Tour hat Nena die Saison auf der Gilde-Parkbühne in Hannover eröffnet. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Sie sollen genauso viel schwitzen wie sie auf der Bühne. Das fordert Nena von ihren Fans. Und die folgen prompt aufs Wort: Nur drei Lieder braucht die 58-Jährige, dann springen auch die Zuschauer auf der Tribüne an der Gilde-Parkbühne auf.

Dort hat Nena am Dienstagabend mit ihrer „Nichts Versäumt“-Tournee die Parkbühnensaison eröffnet. „Nichts versäumt“, das ist nicht nur der Refraineinstieg einer ihrer bekanntesten Songs (“Nur geträumt“), sondern vielleicht auch so eine Art Lebensmotto der kaum gealterten 58-Jährigen. Die Zahlen sprechen für sich: 40 Jahre Bühnenerfahrung, 25 Millionen verkaufte Tonträger weltweit. 44 Konzerte gibt sie auf der aktuellen Tour, die die Pop-Ikone Anfang Mai gestartet hat. Einige sind ausverkauft, viele kurz davor.

Vier Jahrzehnte einer Musikkarriere in ein einziges Konzert zu packen ist mutig. Natürlich verzichtet Nena nicht auf die Lieder, die sie in den Achtzigern berühmt gemacht haben. „99 Luftballons“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“, „Leuchtturm“ – sie alle sind dabei. Und sie alle rufen bei den 4500 Fans das Gefühl der Nostalgie hervor, für das wohl die meisten an diesem Abend gekommen sind. Die Band spielt die ersten Takte, und eine Mischung aus gerührtem Raunen und Jubelschreien geht durch die Menge. Hach. Für einen kurzen Moment schafft Nena die wunderbare Illusion, alles sei wieder genauso wie vor 35 Jahren. Von Frisuren und Outfits mal abgesehen.

Bevor die Zuschauer aber in Erinnerungen schwelgend auf der Neuen Deutschen Welle reiten dürfen, hält Voract Jonas Monar sie rund 30 Minuten in der Gegenwart fest – mit seichtem Standard-Deutsch-Pop und wenig originellen Aussagen wie „Es ist gut, dass wir nicht wie die Ander’n sind“. Aber auch Nena streut zwischendrin immer wieder ihre neueren Nummern ein, die nie den Kultstatus ihrer Achtziger-Hits erreichen konnten. Doch angenehm selbstironisch kommen sie daher, Stücke wie „Berufsjugendlich“ oder „Oldschool“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 2015. Es ist das neuste Studioalbum der dreifachen Oma, die sich mit hautenger Lederhose und schwarzer Rockermähne dann doch deutlich vom klassischen Bild der Großmutter abhebt. Ob Nena wohl jemals den Punkt erreichen wird, an dem sie die grauen Haare als Dauerwelle trägt und Socken strickt? Eigentlich müsste sie es ja. Dann hätte sie wirklich gar nichts versäumt.

Das nächste Konzert auf der Gilde-Parkbühne gibt Lina am 30. Juni. Weiter geht’s mit dem Seh-Fest (19. Juli bis 11. August), Ina Müller & Band (29. Juli), Bad Religion (17. August), Dieter Thomas Kuhn & Band (24. August), Savas & Sido (30. August) und den Hannover Wies'n 2018 (12. Oktober bis 03. November).

Von Johanna Stein

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