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Hannover Grünes Licht für Neubau in Burgwedel
Nachrichten Hannover Grünes Licht für Neubau in Burgwedel
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00:21 02.12.2018
Für Großburgwedel ist ein Neubau dringend nötig. Quelle: Behrens
Hannover

Das Krankenhaus in Großburgwedel wird neu gebaut. Das hat der Krankenhausplanungsausschuss des Landes beschlossen. Die Kosten für den Neubau mit 285 Betten werden auf 120 Millionen Euro veranschlagt. Wie viel davon das Land übernimmt, soll zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden. „Mit dem Beschluss schaffen wir die Grundlage für eine zukunftssichere stationäre Versorgung in der Stadt und der Region Hannover“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Donnerstag. In Lehrte soll alles so bleiben, wie es derzeit ist.

„Das ist erst einmal eine sehr gute Nachricht“, sagte der medizinische Geschäftsführer des Regionsklinikums, Matthias Bracht. Die Entscheidung schließe nicht aus, dass im Krankenhaus Lehrte ein Zentrum für Geriatrie entstehen könne, betonte er.

In der Regionspolitik hatte es im Vorfeld der Entscheidung viel Wirbel gegeben. Denn die Regionsversammlung hatte einstimmig eine Aufwertung des Standortes Lehrte beschlossen, so ist es auch im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU formuliert. Demnach sollte Lehrte mit mit einen Zentrum für Wirbelsäulenerkrankungen sowie einer Geriatrie aufgewertet werden.

Allerdings hatte sich das Land im Vorfeld schon auf die jetzt beschlossene Linie festgelegt, Regionspräsident Hauke Jagau hatte diese Position verteidigt. Wegen des schlechten Zustandes des Klinik-Gebäudes in Großburgwedel sei eine schnelle Baufreigabe nötig, hatte er gesagt. Der Standort in Lehrte bleibe sicher, auch wenn das Land dort derzeit nicht investieren wolle.

Die CDU reagierte mit gemischten Gefühlen auf die Entscheidung des Krankenhausplanungsausschusses. Der Neubau für Großburgwedel sei eine gute Nachricht für die Mitarbeiter und die Bürger im Einzugsbereich der Klinik, meinte der CDU-Regionsvorsitzende Hendrik Hoppenstedt. Allerdings sei es bedauerlich, dass der Standorte Lehrte weiter in der Luft hänge, betonte CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek. Und er greift die Landesregierung an. „Der Umgang des Sozialministeriums mit den Beschlüssen der Regionsversammlung gleicht einem Diktat“, sagte der Fraktionschef. Dass das Ministerium keine Aussagen zu Lehrte treffe, sei ein Skandal. In der Großen Koalition in der Regionsversammlung werde nun überlegt, wie das Lehrter Krankenhaus gestärkt werden könne.

Auch die SPD kündigte an, die Weiterentwicklung des Lehrter Krankenhauses sicher zu wollen. Fraktionschefin Silke Gardlo sagte, die langfristige Zukunftsfähigkeit müsse gesichert werden.

Von Mathias Klein

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