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Hannover Notaufnahme schließt zum Jahresende
Nachrichten Hannover Notaufnahme schließt zum Jahresende
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16:34 23.07.2018
Das Regionsklinikum will die Stadt Springe bei der Suche nach Alternativen zur Notfallambulanz unterstützen. Quelle: Mischer
Hannover

Sie sollte eigentlich den Bürgerprotest wegen der Schließung des Krankenhauses beruhigen, doch jetzt ist klar: Die Notaufnahme des Regionsklinikums in Springe in den Räumen des früheren Krankenhauses hat keine Zukunft. Die Genehmigung des Landes zum Betrieb der Notaufnahme wird nicht noch einmal vom Gesundheitsministerium verlängert. Das hat das Regionsklinikum jetzt auf Anfrage mitgeteilt. Die Notaufnahme wird zum 31. Dezember geschlossen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlaubten es dem Klinikum nicht, auf Dauer einen ambulanten Betrieb aufrecht zu erhalten, sagt Unternehmenssprecher Steffen Ellerhoff.

Nach der Schließung des Springer Krankenhauses im Herbst 2015 bekam das Klinikum vom Land eine Sondergehmigung des Notfallaufnahme mit sechs stationären Notfallbetten als Dependance des Krankenhauses Robert Koch in Gehrden zu betreiben. Die Sondergenehmigung wurde anschließend um ein weiteres Jahr verlängert. Es gebe jetzt allerdings eindeutige Signale, dass der Antrag auf eine weitere Verlängerung keine Aussicht auf einen positiven Bescheid habe, betont Ellerhoff. Das Klinikum prüfe jedoch mögliche Alternativen und unterstütze die Stadt dabei, gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung innovative, zukunftssichere und bürgernahe Lösungen zu finden“.

Die Notaufnahme in Springe ist an allen Tagen der Woche einsatzbereit, sie ist rund um die Uhr mit Ärzten und Pflegepersonal besetzt. Dort können die wesentlichen Untersuchungen durchgeführt werden, um abzuklären, ob eine stationäre Behandlung nötig ist, oder ob der Patient auch von einen Haus- oder Facharzt betreut werden kann. Zur technischen Ausstattung gehören unter anderem ein Röntgen- und ein Ultraschallgerät, sowie ein EKG-Gerät. Außerdem gibt es Notfallbetten, falls eine vorübergehende stationäre Versorgung von Patienten nötig sein sollte.

Aktuelle Zahlen zu den Nutzern der Springer Notaufnahme gibt es nicht. Allerdings seien die Zahlen ähnlich denen von vor zwei Jahren, sagt die Pressestelle des Klinikums. Zwischen November 2015 bis zum Oktober 2016 gab es demnach 3635 Patientenkontakte in der Notaufnahme. Der größte Teile der Patienten konnte ambulant versorgt werden. Nur 15 Patienten blieben für einen kurzfristigen stationärem Aufenthalt in einem der Notfallbetten, danach konnten sie in die Obhut niedergelassener Ärzte gegeben werden. In 77 Fällen war eine Verlegung in das Krankenhaus in Gehrden notwendig. Insgesamt hat es sich bei 97,5 Prozent der Patientenkontakte um ambulante Behandlungsfälle gehandelt.

Von Mathias Klein

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