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Hannover In diesen Stadtteilen gibt es die meisten Raubüberfälle
Nachrichten Hannover In diesen Stadtteilen gibt es die meisten Raubüberfälle
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17:30 07.11.2018
Wo gab es 2017 die meisten Raubüberfälle in Hannover? Die Polizei hat jetzt erstmals konkrete Zahlen zu den einzelnen Stadtteilen herausgegeben. Quelle: Archiv
Hannover

Die Polizeidirektion Hannover hat am Mittwoch gemeinsam mit der Stadt erstmals in ihrer Geschichte eine Kriminalstatistik für alle 51 Stadtteile veröffentlicht.

Mitte zählt die meisten Raubdelikte

Aufbereitet hat die Polizei für 2017 ausschließlich Delikte, die im öffentlichen Raum passiert sind, die also Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Bürger vor Ort haben – so zum Beispiel Raub. Das Gros der Taten konzentriert sich auf Hannovers Stadtteil Mitte: Dort ist es zu insgesamt 223 Raubdelikten gekommen. Generell führt Hanovers Zentrum bei vielen Delikten das Ranking in der Kriminalstatistik an. Mitte ist jedoch keinesfalls gefährlicher als andere Stadtteile, die Anzahl der Taten hängt mit dem starken Publikumsverkehr zusammen. „In der Stadt kommen Einwohner, Pendler, Touristen und Partygänger zusammen“, sagt Polizeichef Volker Kluwe. Im Bezirk liegen beispielsweise der Hauptbahnhof, der ZOB, Banken und Partyviertel wie etwa das Steintor. Rund 80 Prozent der 271 Raubüberfälle geschahen im Stadtteil Mitte. Zudem kam es auf offener Straße oft zu Überfällen, bei denen Mobiltelefone und geringe Mengen Bargeld erbeutet wurden. Die Mehrheit der Rohheitsdelikte in Mitte  wie Körperverletzungen (insgesamt 1949 Fälle) ereigneten sich in Zusammenhang mit Auswärtigen, die zum Feiern in die Innenstadt kamen.

Nicht einen einzigen Raub verzeichnete die Polizei hingegen in den Stadtteilen Isernhagen-Süd, Kirchrode, Misburg-Süd, Seelhorst und Bult. Auch im Heideviertel, in Ledeburg und Nordhafen blieb es ruhig.

Grafik: Raubüberfälle in den Stadtteilen

Hinweis zur Karte: Je dunkler die Farbe, desto mehr Raubüberfälle im jeweiligen Stadtteil.

Grafik: Entwicklung der Raubüberfälle

Hinweis zur Grafik: Wählen Sie im Menü über der Grafik Ihren Stadtteil aus und sehen Sie, wie die Zahl der Raubdelikte sich in den vergangenen Jahren verändert hat.

Seit 2012 werden die Kriminaldaten systematisch auf allen Polizeidienststellen erfasst. Nach Beratungen mit Experten traf die Polizeidirektion gemeinsam mit der Stadt die Entscheidung, die Zahlen erst nach einem Zeitraum von fünf Jahren zu veröffentlichen, um Entwicklungen deutlich machen zu können. Die neuen Statistiken sollen die Polizeiarbeit transparenter machen und gleichzeitig verhindern, dass einzelne Stadtteile stigmatisiert werden.

Neue Kriminalstatistik: Das steht drin

Raubüberfälle: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Einbrüche: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Drogendelikte: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Sachbeschädigungen: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Autodiebstähle: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Körperverletzungen: In diesen Stadtteilen gab es besonders viele Fälle

Von Peer Hellerling und Tobias Morchner

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