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Hannover Grüne teilen Kritik vom Chef des Sprengel-Museums
Nachrichten Hannover Grüne teilen Kritik vom Chef des Sprengel-Museums
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09:01 16.03.2018
So richtig viel ist noch nicht passiert für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt. Im September warfen immerhin Kreative Farbeier an eine Wand.  Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

 Der Direktor des Sprengelmuseums, Reinhard Spieler, bekommt für seine Kritik am bisherigen Ablauf der Kulturhauptstadt-Bewerbung Unterstützung von den Grünen. „Wir müssen jetzt raus aus der Politik-Verwaltungs-Schiene“, sagt der Kulturexperte der Grünen-Ratsfraktion, Daniel Gardemin. Dazu gehöre auch, einen „großen Wurf“ zu wagen und einen prominenten Menschen zu benennen, der die Bewerbung voranbringt. 

Als Beispiel nennt Gardemin Trevor Davis. Der Engländer entwarf 1996 das Kulturprogramm für Kopenhagen als europäische Kulturhauptstadt und hat auch das Programm für die Kulturhauptstadt des vergangenen Jahres, Arhus, entwickelt. „Wir brauchen jetzt Leute, um endlich aus den Startlöcher zu kommen“, betont Gardemin

Ebenso wie Spieler setzt sich auch Gardemin für eine große Unabhängigkeit eines Kulturhauptstadtbüros von Politik und Verwaltung ein. „Ein Büro mus autonom arbeiten können“, sagt er. Das sei besonders wichtig, wenn es wegen unterschiedlicher Ansichten zu Konflikten zum Beispiel über die inhaltliche Ausrichtung der Bewerbung komme. 

Zudem sei es wichtig, die Kulturschaffenden in die Vorbereitungen der Bewerbung einzubinden. Unterstützung in diesem Punkt bekommt Gardemin vom hannoverschen FDP-Vorsitzenden Patrick Döring. Bei der Beteiligung der Kulturschaffenden sei die Stadt erst am Anfang, Weil es im Rathaus Probleme gegeben habe, sei viel Zeit verloren worden, sagt Döring

Spieler hatte am Montagabend bei einer SPD-Veranstaltung die bisherigen Bemühungen Hannovers, Kulturhauptstadt zu werden, getadelt. Unter anderem hatte er das Motto „Nachbarschaft“ kritisiert. Das klinge „bieder und statisch“, meinte er. 

Die SPD meldete sich am Dienstagabend per Pressemitteilung zu Wort. Die Kritik Spielers am gewählten Motto verstehe sie als „konstruktiven Beitrag“, sagt die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Belgin Zamann. Wichtig sei in dieser Phase ein Beteiligungsprozess. Die gesamte Stadtgesellschaft sei aufgerufen, Vorschläge zu machen, betont Zamann

Von Mathias Klein

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